1. Präambel

Die Schule ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft. Diese Gesellschaft verändert sich ständig. Die Schule muss diesen Veränderungen gerecht werden und sich mit der Gesellschaft und den Schülern ständig weiter entwickeln und anpassen.

Zusätzlich befindet sich unsere Schule in einem Spannungsverhältnis zwischen:

  • den an sie gestellten Elternanforderungen,
  • den Schülerbedürfnissen,
  • den kultusministeriellen Vorgaben,
  • sowie den Anforderungen der Wirtschaft, welche in einem globalen Wettbewerb stehen.

Die Aufgabe und Verpflichtung der Schule ist es, sich als Lebens-und Erfahrungsraum den Herausforderungen der Zukunft zu stellen, damit ihre Schüler intellektuell, emotional und sozial darauf vorbereitet werden. Es sollen grundlegende Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt werden für ein lebenslanges Lernen und geistige Offenheit.

Ein Schulprogramm ist für unsere Eigenverantwortliche Schule das geeignete Instrument um festzustellen, wo unsere Schule sich befindet und was gemacht werden kann, um sie weiterzuentwickeln. Es ist also eine Bestandsaufnahme, die ständig überprüft und zum Wohle der Schüler fortgeschrieben werden muss.

Im Mittelpunkt unseres Schulprogramms steht deshalb der Schüler mit seinen Bedürfnissen nach dem Motto von Maria Montessori: „Hilf mir, es selbst zu tun!"

1.1 Wichtige Punkte unseres Schulprogramms
  • Die VGS Schortens kommt dem Bildungsauftrag nach, wie er im §2 des NSchG und dem Erlass über die Arbeit in der Grundschule beschrieben ist.
  • Die Kerncurricula, wie sie seit 2006 für unsere Grundschule in den Fachkonferenzen verabschiedet und zum Teil weiterentwickelt wurden, bilden die Grundlage für unsere Arbeit.
  • Das sinnentnehmende Lesen und der Umgang mit Texten aller Art ist unser Hauptanliegen. Lesen ist die Schlüsselqualifikation für das gesamte Leben. Mit dieser Fähigkeit werden die Schüler auch in ihrer Kreativität gefördert. Weitere Schwerpunkte liegen auf der Gewaltprävention, der Gesundheitserziehung, der Medien-und Umwelterziehung und der Hochbegabtenförderung.

 1.2 Die Arbeit an unserem Schulprogramm

Im Schuljahr 2006/2007 begann unsere Schule, ihr erstes Schulprogramm zu entwickeln und schriftlich zu fixieren.

Im Laufe der Zeit stellten wir mit der Entwicklung zahlreicher Konzepte fest, dass auch das Schulprogramm einer Überarbeitung und Weiterentwicklung bedarf.

Die Arbeit an unserem Schulprogramm stellt auch heute noch keinen „abgeschlossenen Akt" dar. Vielmehr soll unser Programm unser pädagogisches Konzept widerspiegeln, das sich an der speziellen Situation unserer Schule, an aktuellen pädagogischen Fragen und Problemen einerseits orientiert, andererseits aber immer auch von den personellen und materiellen Ressourcen abhängig ist. Eine kontinuierliche Evaluation ist daher unabdingbar.

Hierbei ist besonders wichtig, dass sich alle Mitglieder des Kollegiums durch ihre aktive Mitarbeit mit unserem Schulprogramm identifizieren können.

Der Organisationsrahmen

Der Organisationsrahmen

2. Unser Leitbild lesende Schule

Im Hinblick auf die Neuen Medien ist und bleibt die Lesekompetenz eine grundlegende Schlüsselqualifikation, um sich in der heutigen Mediengesellschaft zurechtzufinden und behaupten zu können und um Medien kompetent und selbstbestimmt nutzen zu können.

Vielfach wird aber gerade durch das Aufkommen der Neuen Medien eine Verdrängung der traditionellen Medien – speziell des Buches – und ein damit einhergehender Verlust/Rückgang von Lesekompetenz befürchtet. Daher muss man jungen Menschen in einer zunehmend audio-visuell geprägten Welt verstärkt Leseanreize bieten.

In diesem Sinne kommt der Grundschule eine besondere Bedeutung zu, denn sie bildet die Basis für die erfolgreiche Entwicklung von Lesekompetenz und hat somit eine besondere Verantwortung, da der Schulerfolg stark von der Lesefähigkeit des einzelnen Kindes abhängig ist.

Diese grundlegende Bedeutung hat in unserem Kollegium zu einer Diskussion und letztlich zu dem Vorhaben geführt, unser Augenmerk auf das Lesen von Büchern zu richten und die Förderung der heute so bedeutenden Lesekompetenz zum zentralen Punkt unserer pädagogischen Arbeit zu machen.

Vieles ist in diesem Zusammenhang bereits auf den Weg gebracht und soll im Folgenden dargestellt werden. Natürlich ist die Entwicklung zur „Lesenden Schule“ ein langer Prozess und beinhaltet mehr Aspekte, als die, die wir zurzeit umsetzen. Daher skizzieren wir außerdem die Ideen, die wir bereits im Kollegium entwickelt haben und deren Umsetzung wir uns nun als Ziel vornehmen, um unser Leitbild „Lesende Schule“ Stück für Stück mit Leben zu füllen.

2.1 Lesen im Deutschunterricht

„Die Grundschule führt zum genießenden, informierenden, selektiven, interpretierenden und kritischen Lesen und legt damit eine tragfähige Grundlage für weiteres Lernen, für weiteres selbstbestimmtes Lesen und eine bewusste Auswahl geeigneter Medien.“ (Bildungsstandards im Fach Deutsch für den Primarbereich, S. 10) Lesen bereitet Vergnügen, regt die Fantasie an, fordert die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit heraus und trägt damit zur Identitätsentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler bei.

Wir sehen unsere Aufgabe, neben der Entwicklung der Dekodierfähigkeit und der Ausbildung von Lesestrategien, darin, Leseinteressen zu wecken und aufzugreifen, da bekanntlich Lesemotivation und Leseerfolg eng miteinander verknüpft sind.


2.1.1 Schwerpunkte der Leseförderung in den Jahrgangsstufen

Die angesprochene Lesemotivation lässt sich schon in der 1. Klasse für das Vorlesen kleiner „Fara und Fu“-Heftchen nutzen. Jede Woche suchen sich die Erstklässler ein oder mehrere kleine Heftchen aus, bereiten das Vorlesen zuhause vor und stellen es anschließend der Klasse vor.

Ebenfalls mit großem Engagement bereiten unsere Zweitklässler kleine Lesetexte für verschiedene Vorträge (z. B. Adventslesen) im benachbarten Kindergarten vor. 1

In der zweiten, dritten und vierten Jahrgangsstufe gehört – neben dem Lesebuch als tradiertem und bewährtem Arbeitsmittel – die handlungsorientierte Auseinandersetzung mit Kinderbüchern zu einem festen Bestandteil unseres Deutschunterrichts. Pro Schuljahr wird mindestens eine Lektüre gelesen und auf altersangemessene Weise behandelt. Durch die Einbeziehung zum Beispiel der Fächer Kunst und Musik lernen die Kinder mit Kopf, Herz und Hand. Unsere Schule besitzt mehrere Klassensätze, die so jederzeit eingesetzt werden können. Weiterhin nutzen wir die Zusammenarbeit mit der städtischen Bücherei, die uns Klassensätze für diese Zwecke zur Verfügung stellt.

In der vierten Jahrgangsstufe geht es im Rahmen von Buchvorstellungen darum, eigene Leseinteressen zu reflektieren und anderen zu vermitteln. 2 Eifriges, selbstinitiiertes Austauschen der vorgestellten Bücher zeigt den Erfolg dieser Methode.

 

2.1.2 Berücksichtigung individueller Lernprozesse

Jedes Kind entsprechend seinen individuellen Lernvoraussetzungen und Lernprozessen fördern zu können, ist uns ein großes Anliegen. Daher darf Leseunterricht nicht im Gleichschritt erfolgen, sondern muss durch entsprechende Instrumente individualisiert werden:

  • „Lesemütter“ (gängige Praxis in einigen Klassen): Mit ihrer Unterstützung erlesen sich die Schüler in Kleingruppen individuell auf ihre Leseleistung abgestimmte Texte.
  • Stationsarbeit: Im Rahmen der Auseinandersetzung mit einer Lektüre stehen unseren Schülern qualitativ differenzierte Arbeitsblätter zur Verfügung, auf die in eigenem Lerntempo zugegriffen werden kann
  • Lesetagebücher: Im Verlauf der Lektürearbeit können die Schüler ein Lesetagebuch führen. In diesem Heft werden zusätzlich neben den zu bearbeitenden Aufgaben ganz persönliche Leseeindrücke festgehalten.

1 Siehe hierzu Kooperationskalender.
2 Zur Umsetzung im Unterricht siehe Trainingsspirale „Buchvorstellungen“, 4.Klasse.


2.1.3 Förderung außerschulischen Lesens

Die folgenden drei Maßnahmen und Mittel werden im Deutschunterricht initiiert, beeinflussen aber vor allem das häusliche Leseverhalten unserer Schüler positiv und bringen ihnen und ihren Eltern die Bedeutung des Lesens nahe.

  • Vorleseausweis: Über diesen für Erstklässler entwickelten Ausweis nehmen wir deren Eltern, Großeltern, Geschwister etc. in die Pflicht, den Kindern an fünf Tagen der Woche zehn Minuten vorzulesen. Für eine entsprechende Anzahl gesammelter Unterschriften erhält das Kind nach Ablauf einer bestimmten Zeitspanne eine Urkunde. Viele Eltern haben uns bereits den Erfolg dieser Methode bestätigt.
  • Leseausweis: Der Leseausweis baut auf dem Vorleseausweis auf und ist für die Zweitklässler verpflichtend (und für die Dritt-und Viertklässler auf freiwilliger Basis) zu führen. Hier bereiten die Schüler ein kleines Lesestück vor, um es den Eltern usw. vorzulesen. Die Unterschrift des Zuhörers zeigt die Kontinuität im Verlauf auf. Auch hier erhalten die Schüler gegebenenfalls eine Urkunde.
  • „Antolin“: Im zweiten Halbjahr jeder zweiten Klasse wird das internetgestützte Leseprogramm Antolin 3 eingeführt. Antolin bietet allen Schülern die Möglichkeit, zu gelesenen Büchern ihres Interessengebietes und ihres Leseniveaus Quizfragen zu beantworten (in der Schule wie auch zu Hause) und fördert so das sinnentnehmende Lesen. Gesammelte Punkte sind für den Lehrer einsehbar. Auch hier werden für gute Leseleistungen Urkunden verliehen.


2.2 Lesen in allen Fächern

Nicht nur im Deutschunterricht, sondern auch in den entsprechenden anderen Fächern muss fachspezifische Lesekompetenz trainiert werden. Hierbei geht es vor allem um das Verständnis nicht kontinuierlicher Texte wie Tabellen, Diagramme und Karten, aber auch um Sachaufgaben und Sachtexte. Denn viel zu häufig zeigt sich, dass ein Nichtverstehen im Unterricht und eine daraus resultierende schlechte Fachnote nicht darauf zurückzuführen ist, dass die Schüler die Inhalte nicht verstehen, sondern vielmehr mit Fachtexten überfordert sind, aus denen sie Informationen entnehmen sollen.

Um dieser Überforderung entgegenzuwirken, legen wir in Fächern wie Sachunterricht und Mathematik Wert auf das Lesen und Erstellen von Tabellen und Karten, Informationsentnahme aus Büchern, Lösen von Sachaufgaben etc., um diese fachspezifische Lesekompetenz zu fördern.

3 Siehe Medienkonzept

Außerdem nutzen wir insbesondere im Sachunterricht das ausgeprägte Interesse der Kinder an unterrichtlichen Themen und stellen Bücherkisten (Sachbücher, Kinderbücher), Zeitschriften und Spiele bereit, die dann in offenen Unterrichtssituationen zur Beschäftigung und selbstständigen Auseinandersetzung mit den Themen einladen, so dass wir dem Forscher-und Entdeckerdrang der Kinder Rechnung tragen. Hierbei werden wir maßgeblich von der Stadtbücherei unterstützt, die uns zu den verschiedensten Themen Bücherkisten zusammenstellt.

Wie eingangs skizziert, ist aber vor allem auch der sichere Umgang mit den Neuen Medien bereits für junge Schüler von großer Bedeutung. Daher legen wir großen Wert auf die Einbindung des Computers in den Unterricht. So recherchieren unsere Schüler im Internet zu verschiedenen sachkundlichen Themen, stellen so erworbene Informationen zusammen und präsentieren sie der Klasse. 4 Im Deutschunterricht wird das Internet, wie bereits erwähnt, im Rahmen des Antolin-Programms genutzt. 5


2.3 Lesekultur und Kooperationen

Lesekultur entwickelt sich nicht allein im Unterricht, sondern muss von mehreren Seiten her angebahnt werden. Unser Anliegen ist es, über verschiedene Aktionen und Projekte die Vielseitigkeit des Lesens unseren Grundschülern nahe zu bringen.

 

2.3.1 Schulbücherei

Von großer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang, dass die Eltern systematisch in den Prozess der Leseförderung einbezogen werden. Eine gut ausgebaute Schülerbücherei kann dieses Vorhaben maßgeblich positiv beeinflussen. Die Grundschule Schortens hat Raum für eine eigene Kinderbücherei mit zurzeit ca. 960 Büchern geschaffen. Um den Schülern ein gezieltes Auffinden zu ermöglichen, sind diese nach Interessenschwerpunkten sortiert (Sachbücher, Tiergeschichten, Lustige Geschichten, Abenteuer, Krimi und Grusel, Märchen, Sagen und Geschichten, Comics, Geister und Hexen, Erstlesegeschichten, Bildergeschichten, Freundschaftsgeschichten, Janosch und Astrid Lindgren). Die Bücherei ist jeden Mittwoch von 10 – 12 Uhr geöffnet, wobei die Ausleihe von vier Müttern organisiert wird. Über diese Öffnungszeiten hinaus wird der Besuch der Schulbücherei natürlich ebenso in den Unterricht einbezogen.

Einen zusätzlichen Anreiz, die Bücherei regelmäßig zu nutzen, stellt der Büchereiausweis dar. Die Kinder zeigen sich stolz gegenseitig diese Ausweise und vergleichen, wie viele Bücher sie in dem laufenden Schuljahr bereits ausgeliehen haben. Inhaltliche „Plaudereien“ zwischen uns und den Kindern (z.B. in den Frühstückspausen), zeigen uns, dass diese Bücher auch tatsächlich gelesen und nicht nur ausgeliehen wurden.

4 Einen Überblick über Internetseiten speziell für Kinder bietet unsere Homepage www.vgs-schortens.de.
5 Zur weiteren Bedeutung der Neuen Medien siehe Medienkonzept.

 

2.3.2 Weitere Elemente

  • In den meisten Klassen (derzeit 5 von 7) befinden sich Leseecken, in die sich die Kinder je nach Bedarf und Möglichkeit zurückziehen können.
  • Vorleseaktionen im benachbarten Kindergarten
  • Verschiedene Aktionen zum Welttag des Buches (23. April)
  • Teilnahme der 2. Klassen am Leseraben Lese- und Geschichtenwettbewerb.
  • Teilnahme der 3. Und 4. Klassen an einem von der Grundschule Sillenstede und der Stadtbücherei Schortens im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen Lesewettbewerb auf Stadtebene. 6
  •  Wer Bücher liest, fragt nach den „Machern“. Um unseren Schülern die Möglichkeit zu geben, Autoren kennen zu lernen, nutzen wir das Angebot der städtischen Bücherei und besuchen im Rahmen des Deutschunterrichts die dort stattfindenden Autorenlesungen.

 6 Den Stadtsieger im Jahr 2008 stellte die VGS Schortens.

 

2.4 Ausblick

Im Vorwort haben wir es angesprochen: Mit allem, was wir bisher im Rahmen der Leseförderung leisten, haben wir die Lesende Schule auf den Weg gebracht. Nun geht es darum, weitere Ideen in die Tat umzusetzen, um unser Leitbild Stück für Stück auszubauen.

Bereits in Vorbereitung für das laufende Schuljahr sind folgende Elemente:

  • Erstmalige Teilnahme am „Bundesweiten Vorlesetag“ (13. November).
  • Durchführung einer Projektwoche zum Thema „Lesende Schule“.
  • Gestaltung von Leseecken in allen Klassen und schrittweise Ausweitung dieser zu Medienecken (Rechner sind bereits vorhanden, es folgt die Anbindung ans Internet über Wireless Lan, Nachschlagewerke sollen bereitgestellt werden.).

Im folgenden Ideenpool sind solche Maßnahmen aufgelistet, deren Umsetzung wir in naher Zukunft anstreben:

  • Anbringen von Zeitschriftenhaltern im Pausengang, gefüllt mit Kinderzeitschriften, gäbe den Kindern die Möglichkeit, in den Pausen zu schmökern.
  • Einbeziehung von Viertklässlern in die Bücherausleihe bzw. Beaufsichtigung der Bücherei (Schaffung von Lesepausen; um Überfüllung zu vermeiden, nur über „Eintrittskarten“. Z.B. 1. Pause: 6 Kinder der ersten Klassen; 2. Pause: 6 Kinder der zweiten Klassen; 3. Pause: 6 Kinder der dritten und vierten Klassen).
  • Schaffen eines thematisch ansprechenden Rahmens für die Bücherei: Gestaltung einer „Lesewiese“ (in Anlehnung an die Blumen-Sitzkissen).
  • Schüler präsentieren Lesetipps an der vorhandenen Stellwand in der Eingangshalle (evtl. ein Jahrgang pro Jahreszeit).
  • Einrichtung einer AG „Rund ums Buch“.
  • Teilnahme der Zweitklässler an einer Büchereiführung (befähigen Schüler zu eigenständiger Recherche, Bewertung und Verarbeitung gefundener Informationen).
  • Buchausstellungen in der Eingangshalle (in Kooperation mit der ortsansässigen „Bücherstube“)
  • Einladen von Autoren (Mitglied werden im Bödecker-Verbund; Unterstützung durch Förderverein?), alternativ von Buchhändlern zur Durchführung von Buchvorstellungen.

3 Umsetzungskonzepte

Wie bereits eingangs erläutert, wird unsere pädagogische Arbeit von weiteren Schwerpunkten bestimmt. Diese werden im Folgenden durch die genannten Konzepte dargestellt. Die Konzepte sind in Zusammenarbeit aller Kollegen entstanden, sind jährlich zu evaluieren und gegebenenfalls zu überarbeiten.


3.1 Gewaltpräventionskonzept
Bezug: Erlass vom 15.02.2005: Sicherheits-und Gewaltpräventionsmaßnahmen in der Schule

3.1.1 Vorwort

Die Schule trägt Verantwortung für die ihr anvertrauten Schüler. Sie hat sie vor Gewalt zu schützen. Diese Aufgabe erlangt zunehmend Bedeutung, da Gewalt als ein Phänomen des Schullebens stets präsent ist und häufig für Lehrende und Lernende zum Problem wird.

Das zunehmend aggressive und gewaltbereite Verhalten bei Schülern verlangt nach Lösungen im Sinne von Intervention und insbesondere von Prävention, da sich Vorsorgekonzepte als langfristig erfolgreicher erwiesen haben. Ein solches Sicherheitskonzept sollte auf der Basis eines innerschulischen Konsenses über die Art und Weise des Umgangs mit gefährdenden Konflikten und Gewaltvorfällen in Zusammenarbeit mit Schülern, Erziehungsberechtigten, Schulträger und außerschulischen Experten entwickelt werden. Da aggressives und gewaltbereites Verhalten vor allem aus einem Mangel an sozial-emotionalen Kompetenzen resultiert, müssen Maßnahmen zur Steigerung dieser Kompetenzen bei Kindern einen zentralen Stellenwert im Rahmen von Gewaltprävention haben.

 

Daher ist die Erziehung zum friedlichen Zusammenleben ein Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit. Unsere Schüler lernen geeignete Konfliktlösungsstrategien kennen und können diese zunehmend selbstständig anwenden.

3.1.2 Ziele

Nach dem Niedersächsischen Schulgesetz hat die Schule den Auftrag, die Schüler dazu zu erziehen, dass sie nach ethischen Gesichtspunkten handeln, im Umgang mit Anderen Toleranz zeigen und Konflikte vernunftgemäß lösen. Das beinhaltet im Einzelnen:

 

  • Anwendung von Entspannungstechniken erlernen
  • Stärkung der Kommunikationsfähigkeit
  • Sensibilisierung der Wahrnehmung von Gefühlen bei sich und anderen
  • Erlernen des Umgangs mit Gefühlen Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Erlernen von Strategien zur Deeskalation
  • Kennenlernen von alternativen Konfliktlösungsmöglichkeiten
  • Hilfsbereitschaft entwickeln
  • Kooperationsfähigkeit entwickeln
  • Entwicklung eines Wir-Gefühls
  • Fähigkeit zur aktiven Auseinandersetzung mit Problemen und Konflikten
  • Achtung der Rechte anderer
  • Respektvoller und rücksichtsvoller Umgang mit Lebewesen und Sachen
  • Lernen, Aufgaben und Pflichten zu übernehmen
  • Regeln als notwenigen Bestandteil einer Gemeinschaft akzeptieren.
  • Höfliches Verhalten als Ausdruck der Achtung anderer begreifen

 3.1.3 Maßnahmen und Projekte

3.1.3.1 Grundlegendes

Bereits in der 1. Klasse werden die Regeln des Zusammenlebens in der Klasse und auf dem Schulhof erarbeitet. In diesem Zusammenhang werden „Unsere Schulregeln“ 7 besprochen, die von den Schülern und den Erziehungsberechtigten zu unterzeichnen sind. Die Klassenregeln werden individuell (mit Unterstützung des Klasse 2000 Projekts) erarbeitet. Darüber hinaus lernen alle Schüler die „Stopp-Regel“ kennen, mit der sie anderen ein klares Signal zum Aufhören geben können. Die Erarbeitung des „Problemgesprächs“ mit allen Schülern ermöglicht eine Konfliktaufarbeitung nach einem festgelegten Gesprächsaufbau.

Nach und nach erlernen die Kinder in diesem Rahmen Möglichkeiten der Impulskontrolle, Erkennen von Fehlverhalten, Selbststeuerungstechniken, Konfliktlösungsmöglichkeiten und Streitregeln.

 

7 Siehe Anhang „Unsere Schulregeln“

 

 3.1.3.2 Klasse 2000 und weitere Projekte

Besonders wichtig und effektiv erscheint uns (neben punktuellen Projekten, Theateraufführungen und Aktionen) eine kontinuierliche auf die gesamte Grundschulzeit angelegte Arbeit, die den Kindern aller Klassen die gleichen Inhalte zur Gewaltprävention vermittelt. Eine solche Möglichkeit eröffnet das Programm „Klasse 2000“, 8 welches im Verlauf der vier Schuljahre in folgenden Bereichen auf das Verhalten der Kinder Einfluss nimmt:

 

  • Ich lerne mich zu entspannen
  • Erarbeitung von Klassenregeln
  • Empathie
  • Kontrolle der eigenen Impulse
  • Fähigkeit sich selbst differenziert wahrzunehmen
  • Arbeiten mit konstruktiven Problemlösungsstrategien
  • Gefühlswahrnehmung von sich selbst und anderen
  • Stopp – Regel
  • Wie werde ich meine Wut los
  • Streit vermeiden,
  • Ich- Botschaften,
  • Entschuldigen,
  • Streitregeln
  • Zusammen sind wir stark

 

Während das Klasse 2000 Projekt derzeit verbindlich in allen Klassen durchgeführt wird (in der 1. Klasse wird es im Verlauf des Schuljahres starten), sind die im Folgenden genannten Projekte bzw. Kooperationsmöglichkeiten eher als Angebote zu verstehen.

 

  • Kooperation mit der Heiz-Neukäter-Schule (Förderschule für soziale und emotionale Entwicklung): Der „Mobile Dienst“ ermöglicht Beratung der Lehrkräfte, Sozialtraining in der Klasse und Gespräche mit betroffenen Kindern und deren Eltern.
  • Gewaltpräventionsbühne der Polizei: Das Puppenspiel“ Gewalt ist keine Lösung“ zeigt, dass auch mit Sprache Gewalt ausgeübt werden kann. Eigene Erfahrungen zum Thema Gewalt werden thematisiert. Außerdem findet eine Nachbereitung mit den Eltern statt.
  • „Mein Körper gehört mir“: Projekt der Schlüsselblume (Beratungs-, Kontakt-und Informationsstelle gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen). Auf Nachfrage kommen Mitarbeiterinnen in die Schule (4. Klasse), um mit den Schülern in gleichgeschlechtlichen Gruppen über Gefühle, Berührungen und Grenzüberschreitungen zu sprechen, um sich so dem Thema sexuelle Gewalt zu nähern.
  • Selbstbehauptungskurs „Ich sage NEIN!“ im Sachunterricht der Klasse 3: Eine Unterrichtseinheit, mit dem Ziel, auf die eigenen Grenzen und die anderer zu achten und mit selbstbewusster Haltung, Blick, fester Stimme und festem Stand „Nein!“ sagen zu lernen. 9
  • Ausbildung von Streitschlichtern (siehe auch Gliederungspunkt 4.1.3.3).

 

8Dieses Projekt wird unter Gliederungspunkt 4.2.2. ausführlicher vorgestellt. 

9 Vgl. Pusteblume 3, S. 86/87 und entsprechender Lehrerband S. 235-239.

 

 3.1.3.3 Gestaltung der Umgebung / Aufsicht

Wird der Lebensraum des Kindes so gestaltet, dass er zur sinnvollen Beschäftigung anregt, trägt dieses automatisch zur Gewaltprävention bei. Vor dem Unterricht und in der Pause müssen die Kinder ein breites Angebot an festen und beweglichen Spielgeräten vorfinden. Unser gut mit Großspielgeräten ausgestatteter Schulhof muss jährlich darauf überprüft werden, ob die Geräte repariert, erneuert und ergänzt werden müssen.

Durch einen im Frühjahr 2009 durchgeführten Sponsorenlauf mit dem Erlös von ca. 4200 € sind wir in der Lage, verschiedene Spielmaterialien anzuschaffen, die in einer eigens dafür errichteten Hütte gelagert und in den Pausen mit Hilfe eines kartengestützten Ausleihsystems den Schülern zugänglich gemacht werden. Die Ausleihe erfolgt in Eigenverwaltung durch Viertklässler mit Unterstützung einer 1€-Kraft. Dieses Vorgehen minimiert im Gegensatz zu der früher praktizierten klasseninternen Ausleihe die Verluste und trägt ebenso den oben genannten Lernzielen Rechnung.

Da unser Schulgelände sehr groß ist und sich die Übersichtlichkeit mit der Errichtung des Toilettenganges zusätzlich verschlechtert hat, wird die Aufsicht immer von zwei Aufsichtspersonen durchgeführt, so dass der untere und der obere Schulhofbereich (letztgenannter inklusive Toilettengang) beobachtet werden kann und den Schülern in Problemsituationen schnell Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Seit dem 2. Halbjahr des Schuljahres 2007/2008 werden die aufsichtführenden Lehrkräfte außerdem von „Streitschlichtern“ unterstützt. Diese Kinder haben in einer AG eine „Streit-schlichter-Ausbildung“ durchlaufen. Sie gehen mit einer auffälligen Weste bekleidet, in den Pausen über den Schulhof und können von hilfesuchenden Schülern angesprochen werden bzw. versuchen in Streitfällen zu vermitteln.

In den Regenpausen können die Schüler den Schulhof nicht aufsuchen, da eine Beaufsichtigung nicht gewährleistet ist. Es ist also wichtig, dass in den Klassen genügend Spiele vorhanden sind, so dass die Kinder sich sinnvoll beschäftigen können. Diese Spiele könnten durch Spenden des Fördervereins oder den Eigenmitteln aus dem Sponsorenlauf ergänzt und erneuert werden. Die im Aufsichtsplan geregelte Regenaufsicht könnte dadurch optimiert werden, dass der Klassenlehrer oder Fachlehrer der folgenden Stunde sich nach Möglichkeit in der Klasse aufhält.

 3.1.4 Maßnahmen nach einem Gewaltvorfall

Gewünschtes Verhalten muss verstärkt, abweichendes Verhalten konsequent sanktioniert werden. Wer für Kleinigkeiten nicht belangt wird, verliert das Gefühl für Recht und Ordnung. Ein Konsens innerhalb der Schule über den Umgang mit Gewalt zeigt den Kindern die Ernsthaftigkeit unserer Bemühungen, schafft ein von vielen akzeptiertes Wertesystem, macht die Schule berechenbar, zeigt den anderen Kindern, dass Übertretungen nicht tatenlos hingenommen werden. In der Regel ist eine Aufarbeitung der aktuellen Probleme durch persönliche Gespräche, Gespräche mit den Beteiligten, Rollenspiele, in denen alternative Handlungsmöglichkeiten. durchgespielt werden, ausreichend. Am Ende muss immer eine Entschuldigung (evtl. nach einer Beruhigungsphase) oder eine Wiedergutmachung stehen.

Gegebenenfalls werden Verträge mit dem Schüler über seine Verhaltensänderung geschlossen. Auch ein Verhaltensheft, das vom Lehrer und den Eltern abgezeichnet wird, kann hilfreich sein. Bei gravierenden Verstößen sollte der Mobile Dienst der Heinz-Neukäter-Schule hinzugezogen werden. In diesen Fällen ist die Einbeziehung der Eltern sinnvoll und geboten. Gegebenenfalls müssen Ordnungsmaßnahmen angewandt werden. In Fällen von Sexualdelikten, Erpressung, schwerer Bedrohung, gefährlicher Körperverletzung, wiederholten Diebstählen usw. muss die Polizei eingeschaltet werden. 10

 10 Für mögliche Ansprechpartner im Zusammenhang mit Gewaltprävention siehe Anhang „Wo und wie erfahre ich Unterstützung“.

 3.1.5 Wünschenswertes für die Zukunft

  • Besuch von Fortbildungsveranstaltungen, die die Lehrkräfte befähigen, pädagogisch angemessen auf die verschiedenen Formen von Gewalt an Schulen zu reagieren.
  • Mehr Projekte, um damit Kinder und Jugendliche von der Straße zu holen.
  • Frühkindliche Erziehung in Kindergärten / Vorschulen, die kompensatorisch wirken können.
  • Ganztagsschulen geben mehr Zeit und Einwirkungsmöglichkeiten.
  • Kleinere Klassen und/oder Doppelbesetzungen (durch mehr Lehrer, Förderschullehrer, Sozialpädagogen) bedeuten bessere Fördermöglichkeiten, damit die Schüler mehr Erfolgserlebnisse erfahren und so zu weniger Gewalt neigen.
  • Gewaltprävention mit dem „Faustlos-Koffer“: „Faustlos“ zeigt Grundschülern, wie sie mit Wut umgehen und sich aus Kämpfen heraushalten können. Die Ausgabe für Kleinkinder wird bereits im Kindergarten Schortens eingesetzt. Mit der Übernahme der Mädchen und Jungen in unsere Grundschule und dem Einsatz des Faustlos-Koffers könnte der Wiedererkennungswert genutzt und die im Kindergarten geschaffenen Grundlagen weiter vertieft werden.

 3.2 Konzept zur Bewegungs-und Gesundheitsförderung

3.2.1 Allgemeine Informationen

Im Rahmen unseres Erziehungs-und Bildungsauftrages kommt dem Aspekt der Gesundheits-und Bewegungsförderung eine große Bedeutung zu. Optische und akustische Reizüberflutung, falsche Ernährung, mangelnde Bewegung und andere Ursachen wirken sich nachteilig auf die kindliche Entwicklung aus. Wir sind daher als Schule zunehmend gefordert, negativen Tendenzen entgegen zu wirken und den Kindern an unserer Schule im Schulalltag – und darüber hinaus – Möglichkeiten zu einer gesunden Entwicklung zu bieten. Die Gesundheits-und Bewegungsförderung an unserer Schule soll sich nicht nur auf eine reine Wissensvermittlung auf kognitiver Ebene reduzieren, sondern sie wird mit möglichst vielen Handlungselementen als Teil eines „ganzheitlichen“ Ansatzes verstanden.

 3.2.2 Projekt: Klasse 2000

Seit dem Jahr 2004 nehmen wir an dem Projekt „Klasse 2000“ teil. Seit dem Jahr 2008 dürfen wir uns an der VGS Schortens „Klasse 2000 Schule“ nennen, da alle Klassen unserer Schule an dem bundesweit größten Grundschulprogramm zur Gesundheitsförderung, Gewalt-und Suchtvorbeugung „Klasse 2000“ mitmachen. Dieses Projekt wurde 1991 am Klinikum Nürnberg konzipiert und wird seitdem ständig weiterentwickelt und verbessert. Im Schuljahr 2008/2009 beteiligten sich bereits über 325.000 Kinder an dem Projekt. Der Verein Programm Klasse 2000 e.V. ist vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen als förderungswürdig anerkannt und trägt das DZI Spenden-Siegel. Klasse 2000 wird ausschließlich über Spenden finanziert. Der Patenschaftsbeitrag konnte aufgrund steigender Mitgliederzahlen stetig gesenkt werden und beträgt seit 2009 für eine Schulklasse 220 € pro Schuljahr. Mehrere Firmen, Banken und auch Privatpersonen sowie unsere Eltern finanzieren dieses Projekt jährlich neu. Klasse 2000 beginnt bereits in der ersten Klasse, denn den größten Erfolg kann die Suchtvorbereitung erzielen, bevor die Kinder eigene Erfahrungen mit Suchtmitteln machen. Das Projekt Klasse 2000 begleitet die Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse, um nachhaltig zu wirken. Der altersgerechte Unterricht soll das Thema Gesundheit mit positiven Gefühlen, Erfahrungen und Erlebnissen verbinden. Dafür steht KLARO, die Sympathie-und Identifikationsfigur von Klasse 2000. Die Vorbeugung gegen Sucht und Gewalt erfolgt durch die Förderung der persönlichen Fähigkeiten und Stärken der Kinder. Die wichtigsten Ziele von Klasse 2000 sind deshalb:

 

  • Kinder lernen sich selbst und ihren Körper besser kennen und entwickeln eine positive Einstellung zur Gesundheit (Themen: eigene Stärken und Schwächen erkennen, mit Gefühlen umgehen und Probleme lösen, Konflikte ohne Gewalt lösen, Atmung, Verdauung).
  • Kinder lernen die Bedeutung von gesunder Ernährung und Bewegung kennen und haben Freude an einem aktiven Leben (Themen: Bewegung, Entspannung, Gesunde Ernährung).
  • Kinder lernen den kritischen Umgang mit Tabak, Alkohol und den Versprechen der Werbung kennen (Themen: Tabak und Alkohol kritisch beurteilen, Gruppendruck erkennen und Nein-Sagen).
  • Das Umfeld der Kinder – Eltern, Schule, Stadt – unterstützt sie beim gesunden Aufwachsen.

 

Im Rahmen dieses Projekts werden im Verlauf eines Schuljahres etwa 15 Unterrichtsstunden durchgeführt.

Die Einführungsstunden in neue Themen (zwei bis drei im Schuljahr) gestalten die „Klasse 2000-Gesundheitsförderer“. Dies sind speziell geschulte Fachleute, die zu ihren Stunden oft besondere Spiele und Materialien mitbringen (z.B.: Atemtrainer, Stethoskope, Erbsensäckchen, Schwungtuch). Die Kinder sind von den externen Besuchern begeistert und entwickeln eine starke Motivation, die von den Lehrern für die weitern Stunden genutzt wird. Für diese Unterrichtsstunden erhalten die Lehrkräfte ausführliches und praxiserprobtes Unterrichtsmaterial. 11

 3.2.3 Gesundes Schulfrühstück

Gerade in diesem Bereich spielt die Zusammenarbeit mit den Eltern eine bedeutende Rolle. Deshalb weisen wir bereits auf dem ersten Elternabend darauf hin, wie wichtig uns ein gesundes Frühstück der Kinder ist und was genau darunter zu verstehen ist (Obst, Gemüse, Milch-und Vollkornprodukte). Auch weisen wir darauf hin, dass wir überzuckerte Speisen und Getränke, die noch dazu in Plastikbehältern verpackt sind, nicht wünschen.12 Dem Frühstück in der Schule kommt eine große Bedeutung zu, da es die Kinder für den Schulvormittag stärken soll und es zudem für manche das erste Frühstück des Tages ist. Alle Klasse frühstücken – um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken – gemeinsam in einer Frühstückspause nach der zweiten Unterrichtsstunde. Anschließend folgt eine 15minütige Bewegungspause.

 11 Für weitere Informationen zu Klasse 2000 siehe: http://www.klasse2000.de .
12 Siehe Gliederungspunkt „Konzept zur Umwelterziehung“ sowie im Anhang „Wissenswertes über unsere Schule“.

 

3.2.4 Bewegungsförderung im Unterricht

Es ist uns an unserer Schule wichtig, den Unterricht so oft wie möglich durch Bewegungsphasen aufzulockern, um den natürlichen Drang der Kinder nach körperlicher Betätigung und dem Abbau von Stresssymptomen gerecht zu werden. Diesem Bewegungsdrang kommen wir im Unterricht zum Beispiel nach durch das Lernen von Kopf, Herz und Hand, Laufdiktate, Werkstattarbeit, Ablaufen von Buchstaben auf dem Seil, Pantomime, darstellendes Spiel, Rollenspiele, Singspiele, Nachgestalten von Gedichten, bewegtes Rechnen, Fingerspiele, Fantasiereisen.

Zudem wird unsere fehlende dritte Sportstunde mit 5 Minuten Bewegungszeit pro Tag in den Unterricht integriert. Damit wird die dritte Sportstunde während der Schulzeit umgesetzt. In dieser Zeit bewegen wir uns mit Hilfe des „5 – Minuten – Spaßes“ mit KLARO. Es stehen eine Audio-CD sowie Bewegungs-und Entspannungskarten zur Verfügung. Diese Bewegungszeit wird durch den Lehrer oder die Schüler auf einem Plakat sichtbar dargestellt.

Neben der Förderung der Bewegung im Unterricht möchten wir außerdem eine gesunde Sitzhaltung fördern. Es ist daher geplant, neue höhenverstellbare Tische anzuschaffen, um jedem Schüler die optimale Sitzhaltung zu ermöglichen und so orthopädischen Fehlhaltungen vorzubeugen.

 3.2.5 Bewegungsförderung in der Pause

Unseren Schülern steht in der Pause ein großer Schulhof mit vielfältigen Betätigungsmöglichkeiten, wie Kletterwand, Spielturm, Schaukeln, Reckstangen, Sandkasten sowie weite Sandflächen, ein Fußballplatz, Basketballkörbe und eine Tischtennisplatte zur Verfügung.

Weiterhin kommt ein attraktives Angebot an beweglichen Spielgeräten dem Bewegungsbedürfnis der Kinder entgegen und fördert Entspannung im Schulalltag. Die aktive, bewegte Pause zeigt auch positive Effekte über den Schulalltag hinaus. Die Geschicklichkeit der Kinder, ihre Wahrnehmung und Leistungsfähigkeit werden verbessert und Aggressionen reduziert. Auch werden das Sozialverhalten, die Fantasie und die Lernfreude der Kinder gefördert.

Die Spielzeugausleihe erfolgt über Ausleihkarten, die den Schülern in den einzelnen Klassen zur Verfügung stehen. Am Ende der Pause bzw. des Schultages werden die Spielgeräte abgegeben und die Karten wieder mit in die Klassen genommen. 13

Für das Angebot unserer Spielzeugausleihe sollen weitere neue Spielgeräte angeschafft und alte ausgetauscht werden.

 3.2.6 Weitere Aspekte unserer Gesundheits-und Bewegungsförderung

 

  • Als besonderen Aspekt der Körperpflege sehen wir die Zahnpflege bzw. die Kariesprophylaxe. Neben den regelmäßigen Besuchen der Schulzahnärztin an unserer Schule ist die Zahnpflege auch ein Themenschwerpunkt im Sachunterricht. 14
  • Die Körperpflege unserer Schüler können wir am Schulvormittag nur selten beeinflussen. Aber bei Schullandheimaufenthalten o. ä. gehen wir konkret auf verschiedene Gesichtspunkte der Körperpflege ein. Auch in der Sexualerziehung wird diesem Thema besondere Beachtung geschenkt.
  • Die Bundesjugendspiele und das Training dafür sind ein weiterer Aspekt der Bewegungsförderung.
  • Durch unseren jährlich stattfindenden Sponsorenlauf, bei dem ebenfalls Kinder aus dem Kindergarten mitlaufen, 15 wird der sportlichen Bewegung weiterhin Rechnung getragen.
  • In den dritten Klassen kommt jährlich der Landfrauenverband zum Einsatz, um mit den Kindern gemeinsam Ernährungsprojekte durchzuführen.
  • Die Gesundheitserziehung beansprucht einen großen Rahmen speziell im Sachunterricht, z.B. bei den Themen:
  • Klasse 1/2: Das gesunde Schulfrühstück Körper- und Zahnpflege Die Sinne und ihre Gesundhaltung Obst und Gemüse
  • Klasse 3/4: Gesunde Ernährung (Ernährungspyramide) Körper und Gesundheit Erste Hilfe, Verhalten bei Unfällen Veränderung und Verhalten in der Pubertät

 

13 Zur Spielzeugausleihe siehe auch Gliederungspunkt „Konzept zur Gewaltprävention“.
14 Vgl. Stoffverteilungsplan Sachunterricht.
15 Siehe Gliederungspunkt „Konzept zur Kooperation mit den Kitas – Kooperationskalender Kindergarten“.

 

 3.3 Konzept zur Umwelterziehung

3.3.1 Allgemeine Informationen zur Umwelterziehung

Ein erhöhter Stromverbrauch, die Luftverschmutzung sowie die Verunreinigung unserer Trinkwasservorräte und das Problem der Müllbeseitigung sind u.a. Umweltprobleme in unserer Industriegesellschaft. Von diesen Problemen haben Grundschulkinder in der Regel bereits gehört, sie sind ihnen mehr oder weniger bekannt. Direkte Lösungen der Umweltprobleme kann unsere Schule nicht anbieten, aber sie kann ihren Beitrag über die Sensibilisierung der Kinder leisten.

Umwelterziehung hat damit zum Ziel, die Kinder unserer Schule zu befähigen, sich kritisch mit ihrer Umwelt auseinander zu setzen, so dass ihre Bereitschaft wächst, sich umweltbewusster zu verhalten. Sie sollen erfahren, dass viele kleine Schritte wichtig sind, um einem großen Problem gegenüber zu treten. Die zu vermittelnde Einsicht, dass wir alle ein Stück Verantwortung für unseren Lebensraum übernehmen müssen, kann die Schule nur in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Eltern unserer Kinder erfolgreich leisten.

3.3.2 Beiträge zur Umwelterziehung

Die Umwelterziehung an unserer Schule setzt bereits vor der Einschulung ein, indem die Eltern auf dem ersten Elternabend gebeten werden, bei der Anschaffung der Unterrichtsmaterialien zu langlebigen und umweltfreundlichen Produkten zu greifen. Auch teilen wir mit, dass es uns wichtig ist, dass die Kinder ihr Frühstück in Mehrwegbehältern und in Glasflaschen mitbringen und nicht in Plastikverpackungen. Damit erfolgt eine Einbindung des Themas in die Elternarbeit.

Mülltrennung ist als Beitrag zur Umwelterziehung unerlässlich. Deshalb wird an unserer Grundschule in dafür vorgesehenen Behältnissen der Müll sortiert nach: Papier, Gelber Sack–Müll und Restmüll. Entsprechende Behälter dafür stehen in jedem Klassenraum. Damit den Kindern deutlich wird, welcher Abfall in welchen Behälter kommt, ist dieses auf den Behältern visualisiert. Begleitend dazu steht im Sachunterricht das Thema „Müll“ (Trennung, Vermeidung, Beseitigung und Verwertung) im Lehrplan. 16

Zunächst aber werden die Kinder dazu angehalten, mit Materialien sorgsam und sparsam umzugehen, um ihren Beitrag zur Abfallvermeidung – als ersten Schritt – zu leisten. Mit dem Thema Abfallbeseitigung beschäftigen sich auch immer wieder einige Klassen aus unserer Schule, indem sie an der jährlich stattfindenden Müllsammelaktion der Stadt Schortens teilnehmen. Auf dem Dach unserer Schule befindet sich seit dem Jahr 2008 eine Solaranlage, welche den Kindern auf eine anschauliche Weise deutlich macht, wie Sonnenenergie gewonnen wird. Ein Schaukasten im Durchgangsflur visualisiert diese Form der Energiegewinnung.

Weitere sachunterrichtliche Themen in der Umwelterziehung sind:

  • Elektrizität (Stromsparen, alternative Energien),
  • Lebensräume (Wiese, Wald),
  • Wasser (Verbrauch, Reinigung, Aufbereitung).

Darüber hinaus spielt auch der regelmäßige Besuch außerschulischer Partner/Lernorte eine wichtige Rolle in der Umwelterziehung. Wichtige Partner sind:

 

  • das Regionale Umweltzentrum (RUZ),
  • der außerschulische Lernort Wilhelmshaven,
  • OOWV in Nethen,
  • das Wattenmeerhaus in Wilhelmshaven.

 

Im Religionsunterricht wird im Thema „Schöpfung – Bewahren der Schöpfung“ ebenfalls die Verantwortung der Menschen für die Natur thematisiert. 17

 

16 Vgl. Stoffverteilungsplan Sachunterricht. 

17 Vgl. Stoffverteilungsplan Religion.

 

 3.3.3 Geplante Beiträge zur Umwelterziehung

 

  • Durch das Anbringen von Logos „Licht aus“ und „Wasserhahn zu“ in jedem Klassenraum könnte Energie und Wasser eingespart werden.
  • Auf unserer Obstwiese sollen ein Naturlehrpfad mit Obstbäumen sowie ein Tast-und Fühlpfad entstehen.
  • Ein „Grünes Klassenzimmer“ soll hinter der Schule angelegt werden.
  • Wir planen an der Aktion „EnergiesparKids an Grundschulen“ teilzunehmen, welche seit dem Jahr 2007 vom Regionalen Umweltzentrum in Schortens angeboten wird.

3.4 Medienkonzept

3.4.1 Bestandsaufnahme

3.4.1.1 Medienausstattung

Die Grundschule Schortens ist dank der Initiative „N21“ aus dem Jahre 2001 mit einem Computerraum mit 10 Schülercomputern und einem Lehrercomputer ausgestattet. Bei den Geräten handelt es sich um Computer mit Pentium IV Prozessoren. Weiterhin sind ein Beamer, eine Digitalkamera, ein Scanner und ein Netzwerkdrucker vorhanden. Alle Schülerarbeitsplätze verfügen über das Betriebssystem Windows 2000 und sind mit einer Soundkarte und Lautsprechern ausgerüstet. Die Geräte sind miteinander über einen Netzwerkhub verbunden. Der Zugang zum Internet erfolgt über einen Router. Der vorhandene Internetanschluss aus der Aktion T@school wird genutzt (DSL 1000).

Des Weiteren stehen dem Lehrerkollegium (Lehrerzimmer online) und der Schulsekretärin jeweils ein Computer (Pentium III und IV Prozessor) mit Drucker und Internetzugang zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt die Schulleitung über zwei Geräte (Pentium IV) mit Internetzugang und Drucker.

Folgende Programme bzw. Software sind für die Schülercomputer vorhanden:

  • Lern-und Übungssoftware: Budenberg, Lernwerkstatt, GUT / Rechtschreibtrainer, Blitzrechnen 1/2, 3/4, Klick-Matheprogramme
  • Anwendungssoftware: Word /Schreibprogramm, Paint / Mal-und Zeichenprogramm, Power-Point / Präsentationsprogramm

3.4.1.2 Know-how im Kollegium

Die meisten Lehrerinnen und Lehrer verfügen über Kenntnisse im Umgang mit Computer und Software. Hauptsächlich liegen die Kenntnisse in den Bereichen Textverarbeitung, Datenbanken, eingesetzte Übungs-und Lernprogramme Zeugnisprogrammen und Internetanwendungen.

3.4.1.3 Nutzung der Neuen Medien im Unterricht

Nach der Einrichtung des Computerraumes wurde an der Grundschule Schortens ein zweistündiger PC-Unterricht eingeführt. Unterrichtet werden durchgängig alle Schüler und Schülerinnen der dritten Klassen. Darüber hinaus wird wöchentlich eine Arbeitsgemeinschaft (Computer-AG) für die dritten und vierten Klassen angeboten.

Der PC-Unterricht kann aber nur die Grundlagen der Arbeit mit dem Computer vermitteln. Aus diesem Grund müssen die Anwendungen dieser Grundlagen noch intensiver im Klassen- und Fachlehrerunterricht vertieft, geübt und erweitert werden.

Die Arbeit mit dem Computer wird von einigen Kollegen in den Unterricht eingebunden. Alle Kolleginnen und Kollegen haben Bereitschaft signalisiert, sich stärker mit weiteren Nutzungsmöglichkeiten der Neuen Medien im Unterricht vertraut zu machen und sich weiter zu qualifizieren.

Durch die Einrichtung von Medienecken in allen Klassen sollen das Angebot und die Nutzungsmöglichkeit der neuen Informationstechnik unabhängig vom Computerraum sinnvoll ergänzt werden. Dadurch soll eine neue Qualität und Flexibilität im Unterrichtsablauf erreicht werden. Der Umgang mit den Informations-und Kommunikationsmedien (IuK) soll somit ein selbstverständlicher Bestandteil des Schullebens werden. Weitere Informationen zu den Medienecken unter Punkt 2.4.4.

3.4.2 Unser IT-Konzept

3.4.2.1 Hardware – Ziele – Vorhaben – Änderungen

Als nächstes Ziel sollen alle Klassen-bzw. Gruppenräume in das vorhandene Netzwerk im Computerraum aufgenommen werden. So sollen in allen Klassen ein PC mit Internetanschluss, Drucker und allen verfügbaren Programmen, wie im Computerraum, in einer Medienecke zur Verfügung stehen. Es haben sich einige technische Schwierigkeiten ergeben, die aber in der nächsten Zeit beseitigt werden.

In naher Zukunft ist geplant, alle Computer über einen Server laufen zu lassen, um die Systempflege zu erleichtern und zu beschleunigen.

Ein Finanzierungsplan über die geplanten Erweiterungen steht noch aus. Ein Finanzierungsvorschlag ist im Punkt 4. dargestellt.

Für die Sicherheit beim Surfen im Computerraum wurde ein Sicherheitsprogramm TIME for kids installiert. Diese Software blockiert jugendgefährdende Internetseiten.

3.4.2.2 Systembetreuung

Ein Kollege hat das Amt des IT-Obmanns übernommen und kümmert sich um die Systembetreuung an unserer Schule. Hierzu gehört die Einrichtung neuer Programme, Aufbau und Instandhaltung der Homepage, Sichtung von Lernsoftware, Beratung beim Umgang mit dem Internet sowie Beratung und Betreuung des Kollegiums beim Einsatz der Computer im Unterricht.

Im Bedarfsfall kann auch auf externe Systembetreuung zurückgegriffen werden (IT-Betreuung beim Schulträger). Die immer umfangreicher werdenden Aufgaben des IT-Obmanns erfordern die Mitarbeit weiterer fachkundiger Kolleginnen oder Kollegen und externe Betreuung und Unterstützung beim Ausbau des Netzwerkes und der Netzwerkpflege.

3.4.2.3 Konzept zur Qualifizierung des Kollegiums

Das bestehende Schulungs-und Beratungsangebot durch unseren IT-Obmann muss durch die Lehrerinnen und Lehrer intensiver genutzt werden. Schulungen im Rahmen der schulinternen Lehrerfortbildung sowie die Nutzung der Angebote des OFZ und des NILS müssen mehr Beachtung finden.

Die Weiterbildung soll sich nicht nur auf die Bedienung von Hard-und Software beschränken, sondern auch medienpädagogische Fragestellungen und Inhalte thematisieren, um damit mögliche pädagogische Gestaltungsmöglichkeiten voll auszuschöpfen.

3.4.2.4 Das schuleigene pädagogisch-didaktische Konzept

Computer im Unterricht der Grundschule?

Ja, denn Multimedia und Internet werden zu immer wichtigeren Arbeitsmitteln in allen Bereichen unseres Lebens. Ihre bereits in der Grundschule beginnende kompetente Nutzung kann Einfluss auf die spätere Berufsausübung und Wettbewerbsposition haben. Kinder sollen darum im Unterricht der Grundschule lernen, wo sie einen Computer einsetzen können und wo nicht. Dazu brauchen sie auch Bücher, Zeitungen, Bilder, Hörspiele und Filme (wie in den geplanten Medienecken), damit sie selbst entscheiden können, was für sie wichtig ist, und was nicht. Darum ist es unerlässlich, alle Medien einzubinden. Die Entwicklung der eigenen Medienkompetenz muss deshalb bereits in der Grundschule beginnen, um Kindern einen kompetenten, kreativen, sozialen und verantwortlichen Umgang mit Medien zu ermöglichen.

Die Entwicklung der Informations-und Telekommunikationstechnologien hat sich in den letzen Jahren beschleunigt. Der Einsatz von IuK wirkt sich auf alle Bereiche der Gesellschaft aus.

Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, ist es nötig, dass schon die Schülerinnen und Schüler der Grundschule mit dem Medium PC und Internet vertraut gemacht werden. Voraussetzung hierfür ist ein selbstverständlicher und kompetenter sowie kritischer Umgang mit den IuK nötig, um in Zukunft am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Daher sehen wir es als unsere Aufgabe an, unsere Schülerinnen und Schüler darauf vorzubereiten die Neuen Medien sinnvoll zu nutzen.

3.4.2.4.1 Anwendungsbereiche

Unser Medienkonzept soll über das Übertragen von Schulbuchseiten und Arbeitsblättern auf den Computer hinausgehen. Die Neuen IuK enthalten mit ihrer Flut an Informationen Chancen aber auch Gefahren (z. B. nicht jugendfreie Seiten im Internet, falsche Informationen) für die Schülerinnen und Schüler. Daher sind eigenständige Recherchen und Bewertungen von Informationen durch die Kinder unabdingbar. Dies kann durch arbeitsteiliges Vorgehen, Austausch von Wissen und kritischer Beurteilung erreicht werden.

Die folgenden Auflistungen sollen in diesem Zusammenhang einen kurzen Überblick über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des PCs in der Grundschule geben.

 

Pädagogische Einsatzmöglichkeiten des PCs in der Grundschule

  • als Werkzeug (zur Textverarbeitung),
  • als Tutor (im Sinne von Lernprogrammen, Übungsprogrammen),
  • als Lerngegenstand,
  • als Medium,
  • zur Kommunikation/Kooperation (E-Mails;"Chat"),
  • zur Simulation (naturwissenschaftliche Phänomene),
  • für Kreativität (Zeichnen, Fotomontagen, Verfremdung).

 Möglichkeiten des sinnvollen Einsatzes

  •  Geschichten schreiben und gestalten
  • Schreibkonferenzen durchführen
  • üben und lernen
  • Nutzung im Förderunterricht
  • Nutzung als Präsentationswerkzeug bei Projekten
  • sammeln und recherchieren von Informationen (offline oder online)
  • mit anderen kommunizieren per E-Mail o. ä. im Intranet oder Internet

 

Die Gestaltung der Lernumgebung

 

  • im Tages- oder Wochenplan
  • in der freien Arbeit
  • in Projekten
  • im Werkstattunterricht im Förderunterricht für starke und schwächere Schülerinnen und Schüler
  • zum Üben im binnendifferenzierten Unterricht
  • in Arbeitsgemeinschaften

 

Medienecke im Klassenraum

Die Medienecke soll nicht nur mit einem Computer ausgestattet werden, sie muss auch andere Medien
enthalten: Historische Medien (z. B. Lexika, Sachbücher, Bestimmungsbücher), Kassettenrekorder,
Arbeitskarteien, Übungsmaterial z.B. LÜK-Kästen und Hefte, Materialien zum Forschen und Entdecken,
Anschauungsmaterial, Farbstifte, …, Neue Medien, der PC mit Internetanschluss und Drucker

Programme und Einsatzmöglichkeiten für die PCs im Computerraum und den Medienecken

  • Werkzeuge für den PC: Übergeordnet und inhaltsneutral sind Werkzeuge zum Schreiben, Rechnen, Gestalten und Kommunizieren. Dazu gehören Anwenderprogramme zur Textverarbeitung und Webgestaltung ebenso wie Grafikprogramme oder Rechenwerkzeuge. Diese Werkzeuge sollten zu jeder Medienecke gehören.
  • Lernumgebungen: Lernumgebungen bieten Möglichkeiten des Erwerbs neuen Wissens. Aus dem Angebot von multimedialen Lernumgebungen zu bestimmten Themen können sich Kinder selbstständig Informationen beschaffen, Anregungen für Experimente holen, Bastelanleitungen ausdrucken, Werke aus Kunst und Musik kennen lernen, usw. (Beispiele für Programme: Mein erstes Lexikon, Encarta, Brockhaus in Text und Bild, Löwenzahn 1, 2 und 3)
  • Übungs-und Lernprogramme: Übungs-und Lernprogramme dienen dem Wiederholen und Vertiefen bekannter Lerninhalte und dem individuellen Trainieren von Fertigkeiten (automatisierendes Üben). Solche Programme werden vorwiegend in der Freiarbeit oder im Förderunterricht eingesetzt. (Beispiele für Programme: Lernwerkstatt, Blitzrechnen, Budenberg, GUT „Rechtschreibtrainer“)
  • Der Computer als Lerngegenstand: Die Bauteile des Computers, Bestandteile des Computers (Hardware: Tastatur, Maus, Drucker, Monitor…),
  • IuK-Technik als Lehr- und Lernmittel
  • Kommunikation: Informationen mithilfe der Suchmaschinen beschaffen, E-Mails schreiben – versenden – empfangen, „Chat“
  • Kreativität: Programme zum Gestalten und Ausprobieren, Musikprogramme, Paint, Bildgestaltung, Bildveränderung
  • Präsentation: PowerPoint, FrontPage (Programm zur Erstellung von Internetseiten), Word

 Nutzung von Medienecken

  • als weitere Möglichkeit zur inneren Differenzierung mit gezielten Übungen auch im Rahmen der Freiarbeit, Tages- und Wochenplan oder von Projekten
  • Erstellung und Überarbeitung von eigenen Texten (Schreibwerkstatt)
  • zur Arbeit mit Grundwortschatz, zum Umgang mit Wörterlisten
  • Veröffentlichung von Texten (Klassen- oder Schülerzeitung)
  • Informationsgewinnung und –Verarbeitung (Internet)
  • als Speichermedium

 Nutzung des Computerraums

  •  mit den grundsätzlich gleichen Intensionen wie im Klassenraum
  • zur Arbeit mit größeren Lerngruppen bis hin zur Klassenstärke
  • für zusätzliche Kurse zur grundlegenden Ausbildung am Computer
  • die gemeinsame Einführung in die verschiedenen Programme
  • die Einführung ins Internet und Arbeit mit dem Internet
  • die Einführung in den Umgang mit E-Mail-Programmen

Handhabung und Umgang mit dem Computer und seinen Programmen

Alle Kinder sollen Grundwissen und -fähigkeiten erwerben, um einen Computer und seine Programme bedienen zu können. Es wird angestrebt, dass die Schülerinnen und Schüler

  • die Bestandteile des Computers kennen
  • den PC in Betrieb nehmen können
  • die Maus bedienen können
  • ein Programm laden können
  • verschiedene Programme bedienen können (Textverarbeitung, Lernprogramme, Mal-und Bildbearbeitungsprogramme, Internetanwendungen, Bedieneroberflächen wie Windows, E-Mail-Programme)
  • Daten speichern und aufrufen können.

Darüber hinaus soll erreicht werden, dass bei den Kindern eine „gewisse Medienkompetenz“ angebahnt wird.

Dazu können gehören:

  • Selbstständigkeit, Eigeninitiative und Selbstverantwortung gewinnen
  • Erlangung von sozialen Kompetenzen, wie die Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit und die Fähigkeit zur Verständigung
  • die Glaubwürdigkeit von Informationen zu hinterfragen
  • Arbeitsergebnisse erhalten durch eine Präsentation / Veröffentlichung einen anderen Stellenwert
  • der Computer ersetzt nicht die Denk-und Informationsverarbeitungsprozesse des Menschen, sondern er ist nur ein Hilfsmittel zur Informationsbeschaffung und -verarbeitung

3.4.2.4.2 Inhalte

 

Klassenstufe Fachliche Inhalte Zuständigkeit / Lernort
1Schulkindergarten und Klasse Einführung in die Bedienung des Computers: Starten eines Computers, Bildschirm Umgang mit Maus und Tastatur Starten von Programmen Einführung von Lernsoftware Lernwerkstatt: Zahlenmauern, Anlauttabelle, Suchsel, Logik-Spiele Mathe Blitzrechnen Budenberg kleine Spiele / „Maustraining“, Hand-Auge-Koordination Klassenlehrer / Fachlehrer
Klasse 2 Lernwerkstatt: Erweitern des Aufgabenspektrums Mathe Blitzrechnen Budenberg kleine Spiele / „Maustraining“, Hand-Auge-Koordination Klassenlehrer / Fachlehrer
Klasse 3 Bauteile des Computers Zusammenbau und Benennen der einzelnen Bauteile der Umgang mit Digitalkamera, Scanner und Drucker Erfolgt im Computerunterricht
Bildgestaltung Klassenlehrer /
  Zeichenwerkzeug, Paint (Mal-und Zeichenprogramm) Fachlehrer
  Speichern von Dateien in Ordnern und Verzeichnissen Computerunterricht
  Textgestaltung mit Word (Grundlagen)
  Texte eingeben / verfassen  
  Schrift  
  Schriftformen, Schrifttypen, Schriftgröße und Farbe  
  Eine einfache Tabelle anlegen  
Steckbrief Klassenlehrer /
  z. B. eigener Steckbrief Fachlehrer
  zusammenfügen von Text, Bild und Tabelle mit Word Computerunterricht
  Einführung in das Internet (Grundlagen)
  Browser  
  Internetadresse  
  Internet-ABC / Lernportal  
  Homepage der Grundschule Schortens  
  Teilnahme am Malwettbewerb von N21  
Klasse 4 Tabellen umfangreichere Tabellen anlegen Textgestaltung mit Word Klassenzeitung Berichte Geschichten freies Schreiben Präsentieren auf der schuleigenen Homepage Klassenlehrer / Fachlehrer Computerunterricht (Grundlagen)

 

 Internet
Suchmaschinen
Homepage der Grundschule Schortens
E-Mail
Wie funktioniert das Internet /Technik -Internet-ABC / Lernportal
Nutzen und Gefahren im Internet
recherchieren im Netz
Teilnahme am Malwettbewerb von N21
„Chat“ Benimm-und Verhaltensregeln im Austausch von
  Informationen
Klassenlehrer / Fachlehrer Computerunterricht (Grundlagen)

 

Dazu ist es notwendig, dass die Kinder selbst oder mit einem Partner aktiv am Gerät arbeiten. Die z. B. eingesetzte Lernsoftware „Budenberg“ zeigt, dass die Schülerinnen und Schüler sehr motiviert und erfolgreich mit dem Medium Computer arbeiten. In diesem Bereich wird Lernsoftware an unserer Schule auch wirksam als Förder-und Fordermittel eingesetzt. In den Förderstunden an der Grundschule Schortens möchten wir alle Möglichkeiten nutzen, um spezielle Fördermaßnahmen besonders für schwächere oder langsamere Schüler effektiv zu nutzen.

Wie bereits erwähnt, möchten wir nicht nur Lernsoftware, die in sich sehr starre Vorgaben enthält, im Unterricht einsetzen, sondern einen weiteren Schwerpunkt auf die IuK legen.

Selbstverständlich stellen die genannten Anwendungsbereiche noch keinen abgeschlossenen Katalog dar. Sie sind erweiterbar. Zugleich wird deutlich, dass zur erfolgreichen Umsetzung derartiger Beispiele eines sinnvollen Umgangs mit dem PC die intensive Zusammenarbeit und der Ideenaustausch des Kollegiums notwendig sind.

3.4.2.4.3 Der PC als Informationsquelle

Hierbei geht es um die Informationsbeschaffung mit Hilfe von entsprechender Software (Atlanten, Lexika etc.), aber auch um die Nutzung des Internets als Informationsquelle. Das Internet kann als Werkzeug zur Nutzung der Kommunikation und Beschaffen von Informationen verstanden werden.

Bei der schnellen und umfangreichen Informationsbeschaffung ist das Internet heute kaum wegzudenken. Dadurch müssen Möglichkeiten der Arbeit und die Recherche im Internet systematisch geübt werden. Im weiteren Verlauf wird selbst gesteuerte Lernaktivität angestrebt. Jeder Internetbenutzer muss einige wesentliche Kompetenzen in der Informationsauswahl erwerben.

Hierzu gehört die Entwicklung von:

  • Eigenaktivität
  • Orientierungsvermögen
  • Beurteilungsfähigkeit
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Auswahlfähigkeit
  • Integrationsvermögen
  • Flexibilität
  • Umsetzungsfähigkeit und Kreativität Um diese Kompetenzen zu entwickeln, müssen IuK sinnvoll im Zusammenhang mit allgemein bildenden Aufgaben und Zielen im Unterricht verknüpft werden.

In der Grundschule eignen sich nach unserer Ansicht besonders folgende Arbeitsverfahren:

Im Sachunterricht:

Im Sachunterricht soll zur Informationsbeschaffung alternativ zum Schulbuch das Internet genutzt werden. Hier sollen die Schülerinnen und Schüler über konkrete Themenschwerpunkte im Internet oder Lexika Informationen finden. Weiterhin soll ein Informationsaustausch innerhalb der Schule (Intranet) und außerhalb (Internet) mit anderen Klassen und Schulen stattfinden.

Arbeitsergebnisse sollen dann von den Kindern mithilfe der elektronischen Hilfsmittel am Computer (intern), oder im Internet (über E-Mail oder der schuleigenen Homepage) präsentiert werden. Diese Präsentationsform gilt auch für Arbeitsergebnisse nachfolgend beschriebener Fächer.

Im Kunstunterricht:

Im Fach Kunst bietet sich an, Recherchen über Maler und Malstile durchzuführen. Hier sollen die Schülerinnen und Schüler Hintergrundinformationen zu einem bestimmten Themenschwerpunkt sammeln, zusammenstellen und präsentieren. Weiterhin bietet sich die Möglichkeit nachgestaltend mithilfe der gefundenen Ergebnisse (z. B. verschiedene Bilder ausgesuchter Maler) zu malen. Auch können Bilder mit Mal- oder Bildbearbeitungsprogrammen verändert bzw. bearbeitet werden.

Im Deutschunterricht:

Das freie Schreiben soll durch die IuK gefördert werden. Die Kinder können ihre Texte über E-Mail oder der schuleigenen Homepage veröffentlichen. Dies enthält auch die Korrespondenz mit Partnerklassen innerhalb der Schule aber auch mit Klassen anderer Schulen. Weiterhin besteht die Möglichkeit über verschiedene Autoren Informationen zu sammeln und eventuell über E-Mail mit ihnen in Kontakt zu treten.

Im Mathematikunterricht

Einsatz von Lern- und Übungsprogrammen.

Internetarbeit bietet sich an unserer Schule in den oben genannten Vorgehensweisen sehr gut im Rahmen von Werkstattunterricht in diesen drei Bereichen (Deutsch, Sachunterricht, Kunst) an.

Darüber hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler sich aktiv an der Gestaltung der schuleigenen Homepage beteiligen. Dies kann durch Vorstellen der eigenen Klasse im Netz geschehen (Fotos, Texte, Geschichten usw.). Auch können von Kindern Rätsel, Grafiken und Bilder für die Homepage entworfen und ins Netz gestellt werden. Geplant ist außerdem die Teilnahme an Internetwettbewerben. Weiterhin nutzt die Grundschule Schortens die interaktive Leseförderung mit www.antolin.de.

3.4.2.4.4 Der PC als Kommunikationsquelle:

Das Internet ist zu einem der wichtigsten Kommunikationsmittel geworden. Hier kann weltweit mit anderen Menschen kommuniziert werden. Deshalb sollen die Kinder die Fähigkeit erwerben, Informationen per E-Mail zu beschaffen oder Informationen auszutauschen (ggf. mit Partnerschulen oder privat) um somit mit anderen Menschen zu korrespondieren. Dies muss in dieser Altersstufe moderiert erfolgen.

3.4.3 Finanzierung

Sicher ist, dass die finanziellen Rahmenbedingungen zumindest kurz-und mittelfristig Einschränkungen hinsichtlich einer wünschenswerten umfassenden Medienausstattung vorgeben. Das betrifft vor allen Dingen die Instandhaltung und Modernisierung der vorhandenen Computersysteme im Bereich Hardware und Software. Daher muss in Zukunft die technische Entwicklung in der IuK eine kontinuierliche Fortschreibung erfahren.

Der Schulträger stellt der Grundschule Schortens jährlich ca. 700€ zur Systembetreuung durch externe Hilfe bereit. Weiterhin ist im Haushalt der Schule ein Posten mit 300€ für den IT-Bereich eingeplant. Diese Gelder reichen bei weitem nicht, um o.a. Neuerungen durchzuführen. Deshalb müssen Wege gefunden werden, zusätzliche Gelder bereit zu stellen.

Möglichkeiten der Finanzierung zur Sicherstellung des IT-Bedarfs der Grundschule Schortens sind einerseits Gespräche mit dem Schulträger und andererseits die Kooperation mit dem Förderverein und Sponsoren, um Spenden für die Ausstattung zu erhalten.

Mithilfe des PCs kann im Unterricht eine qualitativ und quantitativ stärkere Differenzierung erreicht werden. Außerdem bieten die IuK weitere Chancen jedes Kind individuell zu fordern und zu fördern. Diese wollen wir für unsere Kinder gerne nutzen.

Mit diesem überarbeiteten Konzept wollen wir erreichen, dass die Arbeit im Unterricht durch den Einsatz von IuK bereichert wird.

3.5 Förderkonzept

3.5.1 Allgemeine Hinweise zur Förderung

Die Kinder jeder Grundschule kommen mit den unterschiedlichsten Lern-und Sozialerfahrungen zu uns. Gleich, ob sie in einer Kindertagesstätte oder im Schulkindergarten auf die schulischen Anforderungen vorbereitet wurden, ob sie zu Hause stärker oder weniger stark gefördert wurden, ob sie die deutsche Sprache gut oder weniger gut beherrschen, wir sind bestrebt, ihre Stärken und Schwächen festzustellen, ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten, Interessen, Kenntnisse, Eigenheiten zu erkennen, aufzunehmen und durch differenzierte Angebote positiv weiterzuentwickeln.

Unser besonderes Augenmerk gilt dabei Kindern

  • mit einer Lese- und Rechtschreibschwäche,
  • mit Dyskalkulie,
  • mit Wahrnehmungsstörungen,
  • die motorisch oder emotional oder sozial gestört sind,
  • die eine Lernschwäche zeigen,
  • die überdurchschnittlich begabt oder hochbegabt sind.

Wir hoffen, dass durch dieses Konzept ein Rahmen geschaffen wird, innerhalb dessen wir alle Kinder optimal fordern und fördern können.

Mitte Mai, ca. 15 Monate vor der Einschulung, findet in den Kindergärten (erstmals Mai 2009) das Sprachfeststellungsverfahren statt, woraufhin Kinder, deren Sprachvermögen noch nicht ausreichend entwickelt ist, Sprachfördermaßnahmen zugewiesen werden (vgl. Gliederungspunkt „Sprachförderung").

Das erste Schuljahr gliedert sich unter dem Aspekt der Förderung in drei Phasen, wobei die zweite und dritte Phase im Folgenden näher erläutert werden sollen:

Phase Zeitraum Förderungsaspekt
1. Phase 1. – 2 Woche „Ankommen“
2. Phase 3. – 8. Woche Förderung basaler Fähigkeiten und Fertigkeiten
3. Phase nach den Herbstferien bis zum Schuljahresende Fachbezogene Förderung (Lesen/Schreiben und/oder Mathematik

 

3.5.1.1 Förderung basaler Fähigkeiten und Fertigkeiten

Nachdem die ersten zwei Schulwochen der Eingewöhnung und Orientierung dienen, findet an einem Unterrichtsvormittag in der dritten oder vierten Schulwoche die Überprüfung der Lernausgangslage statt. Anhand der Durchführung eines standardisierten Verfahrens (nach Annette Ostermann) können wir unter anderem eine erste Einschätzung der sprachlichen und mathematischen Vorkenntnisse der Kinder erlangen. Vorliegende Erkenntnisse aus dem vorschulischen Bereich werden ebenfalls einbezogen. 18 Die Ergebnisse der Erhebung werden in einem standardisierten Beobachtungsbogen festgehalten, ausgewertet und stehen anschließend den unterrichtenden Lehrkräften der jeweiligen Klasse zur Verfügung. Um die Ergebnisse für eine anschließende Förderung nutzbar zu machen, haben wir spezielle Materialordner erstellt, welche auf die überprüften Bereiche abgestimmt sind. Im Einzelnen sind dies:

  • Übungen zur visuellen Wahrnehmung
  • Übungen zur akustischen Wahrnehmung
  • Training der Grob- und Feinmotorik
  • Training des Aufgabenverständnisses
  • Sprachspiele
  • Übungen zur Entwicklung und Festigung des Zahlenbegriffs

So sind wir in der Lage, im Rahmen des nun einsetzenden Förderunterrichts gezielt mit den Kindern an den beobachteten Besonderheiten zu arbeiten.

Zu diesem Zeitpunkt beginnt auch gegebenenfalls die Arbeit der Förderschullehrerin in den ersten Klassen.

In bestimmten Unterrichtsphasen beobachtet sie die einzelnen Schüler gezielt und leistet ihnen konkrete Hilfestellungen (vgl. Gliederungspunkt „Sonderpädagogische Förderung“). Die Ergebnisse ihrer Beobachtungen fließen in den Förderunterricht mit ein.

Um der Forderung nach einer „Prozess begleitenden Beobachtung" gerecht zu werden (vgl. hierzu „Erlass zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen"), wird der Verlauf dieser Förderung in einer so genannten Fördermappe dokumentiert. Diese beinhaltet neben den Arbeitsblättern zu oben genannten Bereichen auch standardisierte Entwicklungsbögen.

Diese Unterlagen dienen uns darüber hinaus als Vorbereitung des Elternsprechtages im November, anhand derer wir eine gezielte Beratung bieten können. Unter gegebenen Umständen werden auch schon zu einem früheren Zeitpunkt (vor den Herbstferien) Gesprächstermine vereinbart. Nämlich dann, wenn wir es für notwendig erachten, dass die Kinder eine zusätzliche außerschulische Förderung(z. B. Ergotherapie oder Logopädie) erhalten.

18 Nähere Ausführungen zur Kooperation zwischen uns und den Kindergärten Plaggestraße bzw. Weichselstraße finden sich in dem zwischen den genannten Partnern geschlossenen Kooperationsvertrag.

3.5.1.2 Fachbezogene Förderung

Nach den Herbstferien treten die fachlichen Inhalte in den Vordergrund des Förderunterrichts. Zu diesem Zeitpunkt entscheidet sich, welche Kinder eine spezielle individuelle Förderung im Fach Mathematik und/oder Deutsch nötig haben, und sie werden dem entsprechenden Förderunterricht zugewiesen. Die Fördermappe wird weitergeführt. (Vgl. Gliederungspunkt „Fachbezogene Förderung“)

Außerdem steht die Förderschullehrerin weiterhin zur Unterstützung einzelner Kinder im Rahmen des Klassenverbandes oder nun auch außerhalb des Klassenverbandes zur Verfügung. Die Förderung außerhalb des Klassenraumes findet möglichst in einem benachbarten Raum für etwa fünfzehn bis zwanzig Minuten statt und wird von den Kindern als Unterstützung verstanden und gerne angenommen. (Vgl. Gliederungspunkt „Sonderpädagogische Förderung“)

Zum Halbjahr bzw. zum Schuljahresende wird unter Berücksichtigung der individuellen Entwicklung der zu fördernden Kinder darüber beraten, ob die jeweilige Förderung fortgesetzt oder beendet wird.

Vorgenannte Aspekte der Förderung werden in den folgenden Schuljahren fortgeführt.

Darüber hinaus werden die Kinder in der gesamten Grundschulzeit im Rahmen der inneren Differenzierung (Binnendifferenzierung) individuell gefördert. Dazu ergreifen wir planerische sowie methodische Maßnahmen, die die individuellen Unterschiede der Schüler einer Lerngruppe dahingehend berücksichtigen, dass möglichst alle die angestrebten Lernziele erreichen können.

Entsprechende Maßnahmen beziehen sich auf die unterschiedlichen Zugänge zum Lerninhalt, auf die Qualität oder die Quantität der Arbeitsaufgaben oder auf den Einsatz bestimmter Medien.

Daraus ergibt sich, dass auch Hausaufgaben qualitativ bzw. quantitativ individuell formuliert und gegebenenfalls Klassenarbeiten und Tests mit unterschiedlich hohem Anforderungsniveau konzipiert werden.

Bei einer attestierten Lese-Rechtschreib-Schwäche kann die Bewertung der Rechtschreibleistungen auch ganz ausgesetzt werden.

 

Im Interesse einer ganzheitlichen Förderung (vgl. o.g. Erlass) sind wir bestrebt, eng mit außerschulischen Institutionen und Fachleuten zusammenzuarbeiten und die schulischen und außerschulischen Fördermaßnahmen aufeinander abzustimmen. 19

 

19 Vgl. Anhang „Beratungsstellen – Adressensammlung“. Dort genannte Personen/Institutionen können Lehrern und Eltern Ansprechpartner für eine eventuelle außerschulische Förderung sein. Diese Auflistung ist nicht abschließend.

3.5.2 Sonderpädagogische Förderung

Im Rahmen des Mobilen Dienstes erhalten Kinder mit Lernschwierigkeiten und Kinder mit Schwierigkeiten in der emotionalen und sozialen Entwicklung an unserer Schule spezielle Förderung durch Förderschullehrkräfte. Bei Kindern, die zusätzliche Förderung im Bereich Lernen und Geistige Entwicklung benötigen, weil die Förderung im Klassenverband oder in der Kleingruppe nicht ausreichend erscheint, kann eine Förderschullehrerin in den Förderprozess mit einbezogen werden. Zur Zeit ist eine Lehrerin einen Vormittag lang (von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr ) an unserer Schule eingesetzt. Ihr Aufgabenfeld umfasst

a) die Diagnostik

 

  • In welchen Bereichen liegen die Lernschwierigkeiten?
  • Hospitation in der Klasse
  • Einzeldiagnostik

 

b) die Förderung

 

  • Welche Fördermaßnahmen sind notwendig?
  • Durchführung von Fördermaßnahmen in der Einzelsituation, in Kleingruppen oder in der Klasse.
  • Beratung der Lehrkräfte bei Förderung im Rahmen des Unterrichts.
  • Hilfe bei Schülern mit Sprachschwierigkeiten.

 

c) die Elternarbeit

 

  • Beratung von Eltern hinsichtlich Fördermaßnahmen
  • Unterstützung bei Elterngesprächen

Bei Kindern, die zusätzliche Förderung im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung benötigen, kann eine Lehrkraft der Heinz-Neukäter-Schule zu Rate gezogen werden.

Sie ist mit bis zu 4 Wochenstunden an unserer Schule tätig. Die Kooperation mit dem Kollegium umfasst

  • den Austausch von Erfahrungen und Beobachtungen,
  • Unterrichtsbeobachtungen,
  • Hilfen zur Ritualisierung und Rhythmisierung des Unterrichts,
  • Beobachtungen einzelner Schüler,
  • gemeinsame Planung von Rückmeldesystemen,
  • Übernahme von Unterrichtssequenzen,
  • Teilnahme an und Mitarbeit in Konferenzen,
  • gemeinsame Gespräche mit unterstützenden Institutionen,
  • gemeinsame Elterngespräche,
  • gemeinsame Helfergespräche,
  • Organisation schulischer / außerschulischer Hilfen (optional) und
  • Elternabende und Gesprächsangebote für die Akzentuierung von (Werte-) Erziehung.

3.5.3 Sprachförderunterricht

3.5.3.1 Vorüberlegungen

Um erfolgreich am Unterricht der ersten Klasse teilnehmen zu können, müssen Kinder über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Dazu gehören das Verstehen ebenso wie die aktive Sprachanwendung. Das Kind muss über einen altersangemessenen passiven und aktiven Wortschatz verfügen; es muss kindgerecht strukturierte Äußerungen -also grammatikalisch nicht zu komplexe Aussagen, Fragen und Aufforderungen -verstehen. Das Kind soll in der Kommunikation mit anderen Menschen seinem Alter entsprechend angemessen agieren und reagieren können; sein Sprechen soll deutlich genug sein, damit es von anderen verstanden wird; es kommt dabei nicht auf grammatische Korrektheit an.

Um festzustellen, ob das Vorschulkind über diese Fähigkeiten verfügt, wird 15 Monate vor der Einschulung ein Sprachfeststellungsverfahren durchgeführt. Die Praxis hat gezeigt, dass viele Kinder in der neuen Umgebung innerhalb der Schule sehr eingeschüchtert sind. Deshalb wurde das Sprachfeststellungsverfahren in die Kindergärten verlegt, wo die Kinder sich in ihrer gewohnten Umgebung sicherer fühlen und weniger eingeschüchtert sind.

Das Sprachfeststellungsverfahren bezieht sich auf die Bereiche, die für die Teilnahme am Unterricht wichtig sind: Das Verstehen von Handlungsanweisungen, passive Kenntnisse vor Wörtern aus der alltäglichen Umgebung, die Fähigkeit zu strukturierten eigenen Mitteilungen.20

 

20 Vgl.: Didaktisch-methodische Empfehlungen für die Sprachförderung vor der Einschulung, Nds. Kultusministerium, 2004.

 

3.5.3.2 Sprachstandsfeststellungen

Im April finden an unserer Schule die Schulanmeldungen für das übernächste Einschulungsjahr statt. Dabei werden die Eltern über das Verfahren und den Zeitpunkt der Sprachfeststellung informiert. Im Rahmen des Kooperations-Vertrages findet die Sprachfeststellung unter der Mitarbeit von Erzieherinnen z.Zt. in der Schule nach den derzeitigen Vorgaben des MK statt (§ 54 a Abs. 2 NSchG „Sprachfördermaßnahmen" und Erlass des MK vom 01.03.2006).

Im Verfahren zur Feststellung des Sprachstandes wird die Entscheidung getroffen, welches Kind zusätzliche Sprachfördermaßnahmen im letzten Jahr vor der Einschulung benötigt. Immer häufiger wird festgestellt, dass nicht nur Kinder mit Migrationshintergrund dieser Fördermaßnahme bedürfen. (Der Anteil der Kinder aus Migrantenfamilien ist im Einzugsbereich der Schule gering: z.Zt. ca. 3 %) sondern z. T. auch Kinder deutscher Herkunft mit „spracharmer“ Umgebung.

3.5.3.3 Die Sprachfördermaßnahmen

Sie finden nach Möglichkeit in den Räumen des Schulkindergartens statt. Auswärtige Kinder werden in der Regel von den Eltern gebracht, bzw. mit dem Taxi gefahren.

Die Sprachförderung sollte möglichst in der Zeit von 8.15 Uhr bis 9.00 Uhr (1. Std.) stattfinden, damit die Kinder nicht aus dem laufenden Programm des Kindergartens herausgenommen werden müssen.

Der Umfang der Sprachförderung richtet sich nach der Anzahl der zu fördernden Kinder (1 Lehrerwochenstunde pro Kind).

Inhaltliche Grundlagen der Sprachförderung sind die didaktisch-methodischen Empfehlungen für die vorschulische Sprachförderung -Fit in Deutsch. Hier werden jedem Situationsfeld 21 Kerninhalte, Wortschatzbereich, sprachliche Strukturen und Sprechakt zugeordnet und Aktivitäten zum Spracherwerb vorgeschlagen.

Zusätzlich verfügt die Schule für die Sprachfördermaßnahmen über das Lehrwerk „Meine Freunde und ich“ und den Vorkurs zur DaZ-Box, der aus 4 Bausteinen besteht. Alle Bausteine berücksichtigen die Lernbereiche Hören, Verstehen, Handeln und Sprechen.

 Außerdem stehen verschiedene Spiele zur spielerischen Sprachförderung zur Verfügung:

 

  • Erzähl mir was, Finkenverlag
  • Ratz-Fatz
  • Papperlapapp
  • Obstgarten
  • Einkaufsspiel
  • Hör genau - sprich genau
  • Was reimt sich?

 

Eine Dokumentation der individuellen Lernentwicklung erfolgt nach Möglichkeit zu Beginn, in der Mitte (im Februar/März) und zum Abschluss der Fördermaßnahme.

 

21 „Fit in Deutsch“ beinhaltet folgende Situationsfelder: Ich und Du; Sich orientieren; Miteinander leben; Was mir wichtig ist; Sich Wohlfühlen.

 

3.5.4 Förderunterricht in den Fächern Deutsch und Mathematik

Es findet eine Klassen übergreifende und klasseninterne Förderung im Förderunterricht von

 

7.40 Uhr bis 8.02 Uhr für die Klassen 1 bis 4 statt.

 

Ziel des Förderunterrichts ist die individuelle Verbesserung der Lernausgangslage. Dabei sollen Lerndefizite aufgeholt, Erfolgserlebnisse vermittelt und das Selbstbewusstsein gestärkt werden.

Damit eine intensive Förderung möglich ist, sollte die Gruppenstärke eine Anzahl von 7 Kindern möglichst nicht überschreiten.

Für jedes „Förder-Kind" wird eine Mappe geführt, in der der individuelle Lernstand festgehalten wird. Diese Mappe dient dem Informationsaustausch zwischen Fach-und Förderlehrer und der Erstellung von Förderplänen.

a) Deutsch

  •  Lesen:
  • Buchstabenkenntnis festigen - Wörter/Sätze lesen
  • Sinn entnehmendes lesen
  • Schreibmotorik:
  • Buchstaben in Druck- und Schreibschrift üben
  • Rechtschreibstrategien trainieren
  • Grammatik üben

 

Hierfür stehen u. a. folgende Materialien zur Verfügung: Logico Box, LÜK -Kästen, kleine Leseheftchen, Scrabble, Budenberg- und Gutprogramm, Lernwerkstatt.

b) Mathematik:

  • handelndes Lösen von Rechenaufgaben (Operationen)
  • intensives Einüben der vier Grundrechenarten
  • Umgang mit mathematischen Größen (Gewichte, Längen, Zeit, Volumen)

Es stehen dafür u. a. folgende Materialien zur Verfügung: Logico Box, LÜK - Kästen, Heinevetter, Little Professor, Budenberg-und Gutprogramm, Lernwerkstatt, CD-Rom`s passenden zu den Arbeitsheften.

c) Zusätzliche Förderung in folgenden Bereichen:

  • Sprache (richtiges und deutliches Aussprechen)
  • Wahrnehmungsvermögen
  • Feinmotorik
  • Konzentration

 

3.5.5 Hochbegabtenförderung

Neben den Kindern, die auf ständige Hilfe im Unterricht angewiesen sind, sind die hochbegabten bzw. überdurchschnittlich begabten Kinder mit einer schnellen Auffassungsgabe und sehr gutem Denkvermögen eine weitere Aufgabengruppe in der Schule.

Da sie den Unterrichtsstoff meist sehr schnell beherrschen, oft mit selbstständig angeeignetem oder weiterentwickeltem Wissen und Können auf eine Lerngruppe treffen, die nur nach intensiver Übung fähig ist, den schulischen Anforderungen gerecht zu werden, muss auf ihre Art zu denken, ihre hohe Konzentrationsfähigkeit, ihr großes Detail-und Faktenwissen eingegangen werden, sonst besteht die Gefahr, dass es zu Schulmüdigkeit, Leistungsabfall, Störverhalten oder Aggressivität kommt.

3.5.5.1 Wie erkennt man überdurchschnittliche Begabung?

Hochbegabung zu diagnostizieren ist aufwändig, abhängig von breiten Erfahrungen oder auch nur durch Schulpsychologen zu leisten.

Wir als Lehrer sollten durch differenzierte Beobachtungen im sozialen, emotionalen und kognitiven Bereich auf folgende Merkmale achten, um auch diesen Kindern gerecht werden zu können: 22

 

22 s.a.“Wer ist hochbegabt?“, Checkliste für Merkmale, Verlag an der Ruhr; „Hochbegabung erkennen und fördern“, Niedersächsisches Kultusministerium.

 

Man achte auf Schüler, die

  • ein überaus gutes Gedächtnis haben,
  • sehr viel mehr über die Welt wissen, als man es für gewöhnlich in ihrem Alter erwarten würde,
  • über ein umfangreiches Vokabular und ein hohes Sprachniveau verfügen,
  • neue Lerninhalte schnell begreifen und sie auf verschiedene Kontexte anwenden,
  • sehr neugierig sind und häufig Fragen stellen,
  • sich mit dem Lehrstoff befassen, der ihrer Altersgruppe um mehrere Jahre voraus ist,
  • schwierige Aufgaben mit Beharrlichkeit angehen,
  • sich ins eigene Lernen vertiefen können,
  • sich um gesellschaftliche Probleme sorgen, wie z.B. Umweltprobleme,
  • sehr einfallsreich und kreativ sind und dies zur Problemlösung nutzen,
  • einen reifen Sinn für Humor zeigen,
  • Nuancen und Subtilitäten in Geschichten erkennen,
  • ihr eigenes Denken und das anderer - auch so genannter Experten - herausfordern,
  • logisch argumentieren,
  • den Umgang mit Erwachsenen vorziehen,
  • ästhetisches Empfinden besitzen,
  • ihr Lernen selbst planen und sich für Abgabetermine ihrer Arbeiten verantwortlich fühlen.

 

Man achte auf Schüler, die

  • sich schnell langweilen und sich deswegen beschweren,
  • ungeduldig sind, wenn sie auf langsam Lernende warten sollen,
  • frustriert sind und stören,
  • nach anfänglichen überragenden Leistungen plötzlich einen rapiden Leistungsabfall zeigen,
  • absichtlich schlechte Leistungen bringen, um ihre Begabung zu verbergen,
  • eine nachlässige Haltung zu Arbeiten, pünktlicher Abgabe und angemessener Qualität ihrer Arbeit entwickeln,
  • eine arrogante, intolerante Einstellung Mitschülern und auch Lehrern gegenüber haben,
  • keine Beziehungen zu anderen aufbauen und lieber allein lernen und spielen,
  • zur Selbstisolierung neigen.

 

3.5.5.2 Wie reagiert man auf überdurchschnittliche Begabung?

Sollte ein Überspringen einer Klasse oder die stundenweise Teilnahme am Unterricht einer höheren Klassenstufe auch aus sozialen Erwägungen ausgeschlossen sein, bleibt nur die Förderung innerhalb des Klassenverbandes, also binnendifferenzierende Maßnahmen.

Hier bieten sich an:

  • eigene Tages oder Wochenpläne mit anspruchsvollem (erweitertem, vertiefendem) Angebot,
  • Beschäftigung mit Denk- Knobel- und Übertragungsaufgaben,
  • Recherchen zu speziellen Themen in verschiedenen Medien,
  • Beschäftigung mit dem Unterrichtsstoff der nächsten Klassenstufe,
  • Ermöglichen von Kontakten mit entwicklungsgleichen Kindern in der Parallelklasse,
  • Ermutigung, individuelle Interessen und Ideen zu verfolgen,
  • Teilnahme an Wettbewerben,
  • Ermunterung zur ausführlichen sprachlichen Darstellung von Gedanken und Sachverhalten; selbstständiges Schreiben,
  • Möglichkeiten zu flexiblem und produktivem Denken einräumen; Ermunterung, sich an der Lösung sinnvoller Probleme zu beteiligen,
  • Vermeiden von Leerlauf und unnötiger Wiederholung für diese Schüler,
  • Lernen, die Gefühle und Erwartungen anderer zu erkennen und zu respektieren,
  • Lernen, mit den eigenen Gefühlen positiv umzugehen,
  • Lernen, realistische Ziele zu setzen; Lernen, Widerstände und Rückschläge als Teil der eigenen Entwicklung zu akzeptieren; Lernen, mit eigenen Fehlern und der Unvollkommenheit anderer fertig zu werden,
  • Lernen, wie das eigene Verhalten Gefühle und Verhalten anderer beeinflussen kann,
  • Verständnis entwickeln für ein demokratisches Denken und Verhalten.

3.5.5.3 Kooperationsverbund Friesland zur Hochbegabtenförderung:

Die VGS Schortens ist seit 2006 Mitglied im „Kooperationsverbund Friesland zur Hochbegabtenförderung“, an der vier weitere Grundschulen und das Mariengymnasium Jever beteiligt sind.

Unsere etwas andere Organisationsform -die zugewiesenen 28 Stunden verbleiben am Gymnasium -gewährleisten ein breites Angebot von Arbeitsgemeinschaften für hochbegabte und überdurchschnittlich begabte Kinder sowohl aus der Grundschule als auch aus dem Gymnasium wie z.B. Mathematik zum Anfassen, Computerführerschein, Astronomie, Italienisch, Schach, Naturwissenschaften (NaWi-Kids), Kreatives Schreiben und Chor.

Ein weiterer Vorteil dieser Regelung ist, dass diese Kinder schon einmal ihre spätere Schule, einige Lehrer und Mitschüler sowie die Räumlichkeiten kennenlernen, da viele überdurchschnittlich begabte Kinder später dieses Gymnasium besuchen werden.

Die meisten Arbeitsgemeinschaften finden am Standort Jever, einige am Standort Schortens, am frühen Nachmittag statt. Die Auswahl der Schüler erfolgt durch den Fachlehrer in Absprache mit dem Klassenlehrer. Gegebenenfalls ist eine Klassenkonferenz einzuberufen.

Zwischen der Schule, den Erziehungsberechtigten und dem Schüler wird ein Vertrag geschlossen (siehe Anmeldebogen), der von allen Beteiligten unterschrieben werden muss. Gleichzeitig muss mit den Eltern abgeklärt werden, wie die Schüler zu dem jeweiligen Veranstaltungsort gelangen.

Ein vorzeitiges Verlassen des Unterrichts und eine Reduzierung der Hausaufgaben ermöglichen die Teilnahme an jeder der angebotenen AG`s.

3.5.6 Schulkindergarten

Der Schulkindergarten – als Teil der Grundschule Schortens – nimmt Kinder aus dem Einzugsgebiet der Schortenser Grundschulen auf, die vom Schulbesuch zurückgestellt wurden oder bei denen im Laufe des 1. Schuljahres eine Überforderung diagnostiziert wurde. Grundlage dafür können die Ergebnisse der Einschulungsuntersuchung, Gespräche mit den Erziehungsberechtigten, Beobachtungen bisheriger Lehrer und Erzieher sowie Beratungsgespräche sein. Geleitet wird der Schulkindergarten von einer Sozialpädagogin. Sie erfährt bei Bedarf Unterstützung von einer Ergotherapeutin und einer Logopädin. Die Arbeit zeichnet sich durch eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern, der Grundschule und den Förderschulen aus.

 

Im Schulkindergarten fördern wir

  • die Selbstständigkeit.
  • das Selbstvertrauen.
  • das soziale Verhalten.
  • die Sprache.
  • die Wahrnehmungsfähigkeit.
  • den natürlichen Wissensdrang die Kreativität und Fantasie.
  • die Konzentration und Ausdauer.
  • die Grob- und Feinmotorik.

Im Schulkindergarten sollen die Kinder

  • sich an den Schulalltag gewöhnen.
  • lernen mit Arbeitsmaterial umzugehen.
  • lernen mit Zeit umzugehen.
  • sich im kameradschaftlichen Umgang mit anderen Kindern üben.
  • Zeit zum Spielen haben.

Das Ziel des Schulkindergartens ist es, die Kinder so zu fördern, dass sie am Ende des Jahres die Schulfähigkeit erreichen, die Voraussetzung ist, um im folgenden Schuljahr erfolgreich in der ersten Klasse mitzuarbeiten.

3.5.7 Ausblick

Um den Förderunterricht noch effektiver gestalten zu können, wurde das LOGICO -Lernmaterial, das auch Beobachtungsbögen beinhaltet, für Deutsch und Mathematik für die Klassen 1 und 2 Klassen angeschafft und in den Förderunterricht integriert. Dieses Material soll ebenfalls für die 3. Und 4. Klassen angeschafft werden.

Um eine Abstimmung zwischen der Arbeit der beteiligten Lehrkräfte (Klassenlehrer, Fachlehrer und Förderschullehrerin) zu erleichtern, streben wir an, regelmäßige Besprechungen durchzuführen und über die Fördermaßnahmen und die Leistung einzelner Schüler zu beraten.

3.6 Betreuungskonzept
Beschluss der Gesamtkonferenz vom 20. Mai 2008

3.6.1 Allgemeines

Um den Kindern der 1. und 2. Klassen und des Schulkindergartens der VGS Schortens einen festen Zeitrahmen gemäß des Erlasses über die Verlässliche Grundschule zu geben, sind Betreuungsangebote für diese Klassen vorgesehen, die von einer Erzieherin und einer oder zwei weiteren pädagogischen Mitarbeiterinnen betreut werden.

Im Augenblick werden zwei Betreuungsgruppen von zusammen 35 Kindern besucht.

Im 1. Schuljahr und im Schulkindergarten findet die Betreuung jeden Tag von 12.00 Uhr bis

13.00 Uhr und im 2. Schuljahr an 3 Tagen von 12.00 Uhr bis 13.00 Uhr statt.

Es werden zurzeit der untere Teil des Schulhofs, der Sportplatz und Räumlichkeiten in der Schule genutzt. Bei entsprechendem Wetter hat das Spielen auf dem Schulhof Priorität.

Die Einbeziehung einer Erzieherin der benachbarten Kindertagesstätte in die schulische Betreuung trägt der von beiden Seiten gewünschten Kooperation Rechnung. Gerade im 1. Schuljahr wird der Unterricht oft von einer oder zwei Lehrkräften erteilt. Somit bietet die Betreuungskraft den Kindern eine weitere Ansprechperson.

Die Betreuungszeit bietet den Kindern die Chance, soziales und emotionales Lernen zu intensivieren und im grob-und feinmotorischen Bereich gefördert zu werden. Sie ist durch ihr Angebot zum Spielen, Malen, Basteln als Ausgleich und zum Ausklang des besonders für Schulanfänger anstrengenden Vormittags zu sehen. Den Gruppen steht eine Tonne mit Spielmaterial zur Verfügung. Inhalt: Sandspielsachen, Bälle, Seile, Gummitwist, Springseile. Bei Bedarf werden Kreis- und Bewegungsspiele angeleitet.

Auf die Möglichkeit mit den Hausaufgaben zu beginnen, wird bewusst verzichtet, um gerade dem sozialen und emotionalen Lernen Vorrang zu geben.

Durch die Teilnahme der Betreuungskräfte an den Anfangskonferenzen gelingt eine Verzahnung von Unterricht und Betreuungsangebot.

Eine gegenseitige Hospitation, die durchaus als sinnvoll angesehen wird, scheiterte bisher an den Betreuungs-und Unterrichtsverpflichtungen und den zunehmenden Belastungen der Lehrkräfte.

Besonders wichtig erscheinen uns ein einheitliches Erziehungskonzept und die sofortige Information beim Auftreten von Problemen zwischen den Kindern als auch der Betreuungskraft und den Kindern. Zu diesem Zweck wird für jede Betreuungsgruppe ein Betreuungsbuch geführt, in dem fehlende Schüler und Probleme, die in der Klasse oder während der Betreuung aufgetreten sind, sowie Beschwerden vermerkt werden.

Die Kinder sollen zunehmend lernen, Konflikte selbst zu regeln. Dazu können die Methode des aktiven Zuhörens, das Finden von Konfliktlösungsmöglichkeiten durch die Kinder und die Anwendung des Entschuldigungsrituals hilfreich sein. Um die Kinder hierbei zu unterstützen, werden zu Beginn eines jeden Halbjahres die Regeln und Rituale, sowie die Streitschlichtungsmaßnahmen und die Konsequenzen bei Regelverstößen besprochen.

Die pädagogische Arbeit richtet sich in erster Linie nach den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler, daher ist es oft nicht möglich, Planungen einzuhalten. Die Betreuungskräfte halten es für sehr wichtig, ein offenes Ohr für das zu haben, was die Kinder beschäftigt. Sie möchten, dass sie sich angenommen und anerkannt fühlen. Das Selbstbewusstsein und das Selbstvertrauen sollen gestärkt und die Selbstständigkeit gefördert werden.

3.6.2 Anmeldung und Einteilung der Gruppen

Vor Beginn des 1. Schuljahres werden die Eltern anlässlich eines Elternabends über die Möglichkeit eines Betreuungsangebotes und dessen inhaltlichen und zeitlichen Rahmen informiert. Eine schriftliche Anfrage ergänzt diese Information. Die verbindliche Anmeldung für eine regelmäßige Teilnahme muss danach schriftlich erfolgen (siehe Anmeldebogen). Zwar wird davon ausgegangen, dass eine Betreuung ein ganzes Schulhalbjahr bestehen bleibt, eine vorzeitige Abmeldung ist aber jederzeit möglich.

Die Gruppen sollen in Absprache mit den Klassenlehrerinnen/Klassenlehrern sowie den Erzieherinnen der Kindertagesstätte und den Betreuungskräften zusammengestellt werden.

3.6.3 Zeitrahmen

Um 12.00 Uhr treffen sich die Betreuungskräfte mit den Klassenlehrern auf dem Schulhof, um Probleme zu besprechen bzw. das Betreuungsbuch zu sichten, das von der Betreuerin mitgenommen wird. Um 12.15 Uhr finden sich die Kinder am Ausgang zum Schulhof ein. Um 12.55 Uhr (die Klingel wird entsprechend geschaltet) beginnt die Aufräumzeit und es finden die Abschlussrituale statt. Um 13.00 Uhr (und nicht vorher!) können die Eltern ihre Kinder abholen (siehe Anmeldebogen).

3.6.4 Inhalte

In der Betreuungszeit wird auf ein vielfältiges inhaltliches Angebot Wert gelegt:

  • Freies Spielen
  • Eigene Spielideen
  • Bastelangebote
  • Gesellschaftsspiele
  • Gesprächskreise

Bei der Planung der jeweiligen Stunde ist die momentane emotionale Lage der Kinder zu berücksichtigen und es sollte auf deren Bedürfnisse eingegangen werden.

3.6.5 Strukturen, Rituale und Regeln in der Betreuungsgruppe

3.6.5.1 Strukturen und Rituale

Für die Kinder bedeuten sich wiederholende Rituale Stabilität und Verlässlichkeit im Schulalltag. Auch für die Betreuungskräfte ergibt sich aus ihnen mehr Sicherheit im Umgang mit (schwierigen) Kindern.

  • Die Kinder sammeln sich pünktlich beim Ausgang.
  • Die Betreuerinnen prüfen die Anwesenheit.
  • Sollte ein Kind an diesem Tag nicht in der Schule sein, muss dies von der Klassenlehrerin / dem Klassenlehrer der Betreuerin gemeldet werden (Betreuungsbuch).
  • Es gibt einen vereinbarten Platz, an dem die Ranzen während der Betreuungszeit abgestellt werden.
  • Es findet eine Begrüßung im Kreis und eine Besprechung, dessen, was man vorhat, statt. Die Kinder werden daran erinnert, dass Ausgeliehenes auch wieder zurückgebracht werden muss.
  • Am Ende der Betreuung wird gemeinsam aufgeräumt und die Kinder werden im Kreis verabschiedet.
  • Zeichen, die sowohl vom Lehrer als auch von den Betreuungskräften benutzt werden, erleichtern den Umgang miteinander.

Stopp Mund zu, Ohren auf sammeln



3.6.5.2 Regeln

Neben den zuvor genannten Strukturen und Ritualen gibt es für die Betreuungszeit feste Regeln, an die sich alle teilnehmenden Kinder zu halten haben. Sie sind den aktuell überarbeiteten Schulregeln 23 entnommen und am Schwarzen Brett im Toilettengang ausgehängt. So sind sie immer präsent und können bei Schwierigkeiten visuell in Klärungsgespräche einbezogen werden.

  • Ich schlage mich nicht mit anderen, sondern rede mit ihnen.
  • Ich beleidige niemanden mit Schimpfwörtern.
  • Bei „STOPP“ muss ich aufhören.
  • Ich helfe anderen, wenn sie nicht alleine klarkommen.
  • Ich lerne, arbeite, spiele und teile mit anderen Kindern.
  • Ich gehe nicht ohne zu fragen an Dinge anderer Kinder.
  • Ich renne andere nicht um, sondern gehe rücksichtsvoll mit ihnen um.
  • Nach der Arbeit oder dem Spiel räume ich alles weg. Ich sehe nach, ob mein Platz sauber ist.

Natürlich gelten darüber hinaus die gesamten Schulregeln auch für die Betreuungsgruppe. Auf sie soll in entsprechenden Situationen natürlich ebenso hingewiesen werden. 24

3.6.5.3 Maßnahmen bei Regelverstößen

Die Maßnahmen, die nach Regelverstößen ergriffen werden, sollen sich weitgehend mit denen decken, die von Lehrern verhängt werden. Um mit den Kindern anschaulich ihr Fehlverhalten besprechen zu können und um eine Hilfe für das Problemgespräch zu geben, hängen die entsprechenden Blätter am Schwarzen Brett im Verbindungsflur.

Bei Streitigkeiten

  • Stopp - Regel
  • Senden von Ich - Botschaften im Problemgespräch 25

Bei grobem Fehlverhalten

  • Entschuldigungsbild malen
  • Arbeitsblatt mit Regeln ausfüllen 26
  • Wiedergutmachung
  • Ausschluss aus der Gruppe (Zuweisung zu einer 3. oder 4. Klasse)


23 Siehe Anhang „Regeln in der Betreuungsgruppe“.

24 Siehe Anhang „Unsere Schulregeln“.

25 Diese Form der Konfliktlösung lernen alle Schüler bereits im 1. Schuljahr kennen. Siehe Anhang „Problemgespräch“.

26 Siehe Anhang „Regelverstoß“.

3.7 Vertretungskonzept

An einer Verlässlichen Grundschule darf es trotz Erkrankung, Sonderurlaub, Fortbildungsmaßnahmen, Hospitationen, Betreuung von Lehramtsanwärtern, Klassenausflügen, Elterngesprächen, Schullandheimaufenthalten usw. keinen Unterrichtsausfall geben.

Sollte eine kurzfristige Vertretung notwendig werden, nutzen wir folgende Möglichkeiten:

  • Einsatz einer pädagogischen Mitarbeiterin / eines pädagogischen Mitarbeiters, die / der von Lehrern vorbereitetes oder eigenes Material einsetzt.
  • Zusammenlegung von Klassen, die in benachbarten Räumen untergebracht sind und somit von einem Lehrer betreut werden können.
  • Mehrunterricht von Lehrkräften, die im Rahmen des flexiblen Unterrichtseinsatzes ausgeglichen werden.
  • Aufteilen einer Klasse in bis zu sechs Gruppen, wobei für jeden Schüler ein Ordner mit vorbereiteten Aufgaben bereitsteht.

Beispiel aus dem Schuljahr 2009 / 2010:

1 in 6 Gruppen aufteilen: 2. und 3. und 4. Klassen (dienstags 4. und 5. Std. in 3. Klassen nicht möglich)
2 a in 6 Gruppen aufteilen: 1. und 2. und 3. und 4. Klassen (dienstags 4. und 5. Std. in 3. Klassen nicht möglich)
2 b
3 a in 6 Gruppen aufteilen: 1. und 2. und 3. und 4. Klassen (dienstags 4. und 5. Std. in 3. Klassen nicht möglich)
3 b
4 a in 6 Gruppen aufteilen: 1. und 2. und 3. und 4. Klassen (dienstags 4. und 5. Std. in 3. Klassen nicht möglich)
4 b

Um den fortlaufenden Unterricht bei längerer Erkrankung einer Lehrkraft in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachkunde zu gewährleisten, kann die Lehrkraft einer Parallelklasse diese Aufgabe übernehmen. Die durch ihren Einsatz nicht erteilten Unterrichtsstunden in der eigenen Klasse werden wie oben beschrieben vertreten. Um nicht bei jeder kürzeren Erkrankung nicht betroffene Klassen zu belasten, wird diese Maßnahme nur bei Erkrankungen über eine Woche hinaus angewandt.

Bei langfristigem Ausfall von Lehrkräften erwarten wir von der Landesschulbehörde den Einsatz von Feuerwehr-oder Springer-Lehrkräften oder / und die Abordnung von anderen Schulen.

An der Schule tätige pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Schuljahr 2009/10 (153 Schüler x 0,15 22,95h / Woche; 22,95 h x 40 Wochen 918 h / Jahr).

Nr. Name der pädagogischen Mitarbeiterin / des pädagogischen Mitarbeiters Art des Beschäftigungsverhältnisses Zeitraum der Beschäftigung Stunden pro Woche Stunden pro Jahr
1 Brauns, Insa Stundenrahmenvertrag unbefristet 5 200
2 Brüdegam, Anke Kombinierter Vertrag unbefristet 10 400
3 Kemsizbaeva, Irina Lehrerin mit 1. Prüfung Stundenrahmenvertrag unbefristet 2 80
4 Wille, Karin Erzieherin Stundenrahmenvertrag unbefristet 5 200
           
           
        22 880

3.8 Hausaufgabenkonzept

Beschluss der Gesamtkonferenz am 20. Mai 2008 Bezug: „Hausaufgaben an allgemein bildenden Schulen“, Erl. v. 16.12.2004, SVBl 2/2005

Hausaufgaben dienen in der Grundschule vor allem der Übung, müssen also aus dem Unterricht erwachsen. Gelegentlich können sie den Unterricht der Folgestunde vorbereiten.

Durch die selbstständige Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsgegenstand zeigen sie dem Lehrer, dem Schüler und den Eltern, ob der Schüler die Unterrichtsinhalte verstanden hat.

Demzufolge sollten die Eltern bereit sein, zwar die Erledigung der Aufgaben zu kontrollieren, ihre Kinder aber in Einzelfällen ohne Hausaufgaben zur Schule zu schicken, wenn sie sie nur mit sehr viel Hilfe anfertigen können. Ein Hinweis im Hausaufgabenheft zeigt dem Lehrer, dass er mit dem Schüler die Aufgaben noch einmal durchsprechen muss.

Da im Primarbereich der Umfang der Hausaufgaben maximal 45 min dauern darf, erscheint eine tägliche Absprache auch mit den anderen Fachlehrern als sinnvoll. Werden die Aufgaben an einer Tafel notiert, kann dies dem nachfolgenden Lehrer als Orientierung dienen.

Nicht alle Schüler sind gleich belastbar, gleich schnell und gleich leistungsstark. Hausaufgaben müssen demzufolge von der Länge und der Schwierigkeit differenziert gestellt werden. Dies kann so geschehen, dass ein Grundstock für alle verpflichtend gestellt wird und eine freiwillige, zusätzliche Hausaufgabe dazukommen kann. Diese kann auch ein weiteres schwierigeres Aufgabenblatt sein.

Gerade in den ersten beiden Schuljahren müssen die Hausaufgaben besonders gut durchgesprochen werden. Dazu ist eine angemessene Zeit im Unterricht vorzusehen. Es ist hilfreich, die Aufgaben im Buch / im Heft / auf dem Arbeitsblatt einzukreisen.

Jeder Schüler hat ein Hausaufgabenheft zu führen. Diese müssen zu Hause vorstrukturiert werden. Die Kinder müssen dazu angehalten werden, ihre Aufgaben immer in den Raum zu schreiben, der für diesen Tag vorgesehen ist. Sind die Aufgaben erledigt, soll der Tag durchgestrichen werden.

Die angemessene Erledigung und die inhaltliche Richtigkeit der Hausaufgaben sind von den Lehrern zu kontrollieren. Eine Zensierung ist nicht zulässig.

Wenn ein Schüler zwei-bis dreimal seine Aufgaben nicht erledigt hat, sind die Eltern darüber schriftlich mit Rückantwort zu informieren. Die vergessenen Hausaufgaben sind nachzuholen. Die Nichterledigung oder nachlässige Anfertigung wird bei der Bewertung des Arbeitsverhaltens im Zeugnis berücksichtigt.

Hat ein Schüler Nachmittagsunterricht – z.B. Hochbegabtenförderung – muss auf diese zusätzliche Belastung Rücksicht genommen werden. Vom Freitag zum Montag und über die Ferien dürfen keine Hausaufgaben gestellt werden.

3.9 Konzept zur Kooperation mit den Kitas – Kooperationskalender
Stand2009 / 2010 Der Kooperationskalender stellt eine Übersicht über die zwischen der Grundschule Schortens und dem Kindergarten Plaggestraße getroffenen Schwerpunkte der Zusammenarbeit dar. In einigen Bereichen ist auch der Kindergarten Weichselstraße an diesen Kooperationen beteiligt.

 Vorschulkinder des nächsten Jahres Vorschulkinder bzw. Schulkinder
Zeitpunkt Maßnahmen im Kindergarten Maßnahmen an der Grundschule Maßnahmen im Kindergarten Maßnahmen an der Grundschule
April / Mai Bildung einer Kooperationsgruppe zur Vorplanung der Zusammenarbeit für die nächsten Monate. Benennen der Kooperationsbeauftragten für das kommende Kindergarten-und Schuljahr. Absprachen von Kindergarten und Schule bezüglich der neuen ersten Klasse/n (schwierige Einschulungsentscheidungen, Fragen der Klassenzusammensetzung usw.).
  Einladung der Eltern zum Sprachfeststellungsverfahren. Info-Veranstaltung über Inhalte des folgenden Kindergartenjahres in der gruppenübergreifenden Vorschulgruppe.  
Mai Durchführung der Sprachstandsfeststellung (seit 2009 im Kindergarten durchzuführen, Erzieherin macht Sprachstandsfeststellung; Lehrer protokolliert) Ergebnismitteilung an die Eltern Gemeinsamer Sponsorenlauf der Schulkinder und der Vorschulkinder des Kindergartens zugunsten eines Schulprojekts
  Schulanmeldung    
 Vorschulkinder des nächsten Jahres Vorschulkinder bzw. Schulkinder
Zeitpunkt Maßnahmen im Kindergarten Maßnahmen an der Grundschule Maßnahmen im Kindergarten Maßnahmen an der Grundschule
Juni Erstellen eines individuellen Förderplanes für alle künftigen Vorschulkinder unter Einbeziehung der Sprachstandserhebung und der Beobachtungen der Erzieherinnen Reflexion u. Dokumentation des Entwicklungsstandes der Kinder im letzten Kindergartenjahr Durchführung der ersten Staffel der Elterngespräche zum individuellen Entwicklungsstand und Förderbedarf des Kindes.     Besuche der Erstklasslehrer im Kindergarten (in der Vorschulgruppe; evtl. mit gemeinsamen Frühstück).
Juni / Juli     Einladung der Vorschulkinder zu einem ggf. stattfindenden Schulfest oder zum Ende der Projektwoche in die Schule. Spiele-Nachmittag für die neuen Kinder des Schulkindergartens
    Verabschiedung im Kindergarten Erster Elternabend in der Schule für die Eltern der künftigen Erstklässler Patenschaften planen (zukünftige Viertklässler)
 Vorschulkinder des nächsten Jahres Vorschulkinder bzw. Schulkinder
Zeitpunkt Maßnahmen im Kindergarten Maßnahmen an der Grundschule Maßnahmen im Kindergarten Maßnahmen an der Grundschule
August Planung und zeitliches Terminieren der gemeinsamen Aktivitäten für das kommenden Kindergartenjahr / Schuljahr.  
Erstellung der Jahresplanung für das letzte Jahr im Kindergarten, abgestimmt auf die Altersgruppe und deren Entwicklungsstand, mit Angeboten für den emotionalen, kognitiven, sozialen, motorischen Bereich, mit Beginn des ersten Projekts. Beginn der von der Schule verantworteten Sprachförderungs-Maßnahme.   Einschulung (Anwesenheit der Paten aus den 4. Klassen).
Bildung einer gruppenübergreifenden Vorschulgruppe (Maxi-Club, 6er Bande usw.) Entscheidung über die Beteiligung der so genannten Kann-Kinder.      
September   Elternabend / Informationsveranstaltung zum Thema „Schulfähigkeit“. Evtl. helfen Erzieher mit bei der Feststellung der Lernausgangslage. Feststellung der Lernausgangslage (A. Ostermann)in der Schule, Anwesenheit der Paten.
Oktober / November Vorlesen im Kindergarten (Zweitklässler)  Bekanntgabe der Ergebnisse aus der Feststellung der Lernausgangslage(für die darauf aufbauende Arbeit im Kindergarten).
 Vorschulkinder des nächsten Jahres Vorschulkinder bzw. Schulkinder
Zeitpunkt Maßnahmen im Kindergarten Maßnahmen an der Grundschule Maßnahmen im Kindergarten Maßnahmen an der Grundschule
Dezember Die Vorschulkinder können evtl. am vorletzten Schultag bei der Generalprobe zur Weihnachtsaufführung zuschauen.    
Dezember/ Januar Ausführliche Reflexion und Dokumentation des Entwicklungsstandes und des Förderbedarfs der zukünftigen Schulkinder zur Vorbereitung der zweiten Staffel individueller Elterngespräche. Aktualisierung der individuellen Förderpläne. Beteiligung der Lehrkräfte, die die vorschulische Sprachförderung durchführen, an dieser Reflexion und Dokumentation.    
Februar Durchführung der zweiten Staffel der Elterngespräche zum individuellen Entwicklungsstand und Förderbedarfs des Kindes.      
März Einschulungsuntersuchungen Einladung des Kindergartens an ehemalige Kindergartenkinder, um im Kindergarten über die Schule zu berichten.
Gemeinsame Bewertung der Kooperation im zurückliegenden Jahr. Austausch über einzelne Kinder (evtl. bei Problemen). Weiterhin Kontakt halten.

3.10 Konzept zur kollegialen Hospitation

3.10.1 Grundsätze

  • Unterricht mit Hospitationsgästen dient der Erprobung von Konzepten und soll Anregungen geben, den Unterricht zu optimieren.
  • Bis zu den Herbstferien erproben wir eine Hospitation innerhalb der Jahrgangsstufe. Ausnahmen sind möglich, wie z.B. Beobachtung eines besonderen Fachunterrichts oder des Umgangs mit besonderen Schülern.
  • Weiterhin sollen die erarbeiteten Trainingsspiralen erprobt werden.
  • Die Beobachtung soll unter den in den Zielen genannten Gesichtspunkten geschehen (siehe Beobachtungsbogen).
  • Fehler machen wir alle, und seine eigenen sieht man am besten als Beobachter von fremdem Unterricht.
  • Die sich anschließende Diskussion / Kritik soll konstruktiv sein und allen Beteiligten Anregungen zum Verbessern des eigenen Unterrichts geben.
  • Statt den Unterricht zu kritisieren, ist es besser, gemeinsam nach Alternativen und Optimierungsmöglichkeiten zu suchen.
  • Es ist für die Kinder und den Unterrichtenden sehr störend, wenn sich die Hospitationsgäste unruhiger verhalten als die Kinder selbst.

3.10.2 Beobachtungsschwerpunkte

Bei der Unterrichtsbeobachtung sind folgende Schwerpunkte besonders zu berück-sichtigen: 27

  • Erprobung des Methodenkonzepts

  • Zielorientierung und Strukturierung des Unterrichts

  • Stimmigkeit und Differenzierung des Unterrichts

  • Unterstützung eines aktiven Lernprozesses

27 Im Einzelnen sind die Beobachtungsschwerpunkte in einem Beobachtungsbogen zusammengestellt. Siehe Anhang „Beobachtungsbogen“.

3.10.3 Organisation

  • Es hospitieren maximal zwei Lehrer(innen) am selben Tag / in der gleichen Unterrichtsstunde.
  • Der ausgefallene Unterricht wird durch eine pädagogische Mitarbeiterin übernommen (Übungsstunde, Kunststunde, ...).
  • Ein Auswertungsgespräch muss zeitnah erfolgen (Pause, nach Unterrichtsende, ...)
  • Pro Halbjahr muss jede Kollegin / jeder Kollege einmal hospitiert bzw. ihren / seinen Unterricht für Hospitationen zur Verfügung gestellt haben.
  • Da eine langfristige Planung der besonderen Unterrichtsstunden nur zu weiteren Verzögerungen im Lernprozess der Schüler führen würde, ist es am sinnvollsten, wenn sich die Kolleginnen / Kollegen mittel-bis kurzfristig in eine Liste eintragen, die im Lehrerzimmer aushängt.
  • Wegen der Vertretung ist eine Absprache mit Herrn Binder notwendig.

3.11 Fortbildungskonzept

Seit Dezember 2008 gibt es an der GS Schortens eine Steuergruppe, die sich aus der Schulleitung und je einem Klassenlehrer jedes Jahrgangs zusammensetzt. In der Steuergruppe wurden und werden verschiedene Ziele zur Schul-und Unterrichtsentwicklung formuliert, die dann im bzw. durch das Kollegium umgesetzt werden.

Zur Umsetzung dieser gesteckten Ziele wurde von der Landesschulbehörde die Teilnahme an der zweijährigen Fortbildung zur „Systematischen Verbesserung der Unterrichtsqualität“ empfohlen. Das Kollegium hat sich zu dieser Teilnahme entschlossen.

Im Frühjahr 2009 begann die Fortbildung und seitdem fanden verschiedene ½ Tages-und 1½ Tagesveranstaltungen statt, deren Inhalte zeitnah im Unterricht erprobt werden.

Das Programm greift die formulierten Erwartungen des Orientierungsrahmen Schulqualität, der Bildungsstandards, der Kerncurricula und der Schulinspektion auf und unterstützt zielgerichtet die Verbesserung der Unterrichtsqualität an den einzelnen Schulen.

Folgende drei Punkte bilden den Kern des Programms:

  • „Ziel ist es, die Lehrkompetenzen von Schülerinnen und Schülern zu verbessern, damit sie zunehmend fachliche, sowie fächerübergreifende Frage-und Problemstellungen eigenverantwortlich
    und selbst gesteuert bearbeiten können.“ 28

  • „Ziel ist es, die Lehrkräfte zu befähigen, ihren Unterricht auf der Grundlage der fachdidaktischen Anforderungen vielseitiger anzulegen und durch die Bereitstellung eines breiteren Angebots an Lernstrategien die Entwicklung der Lernkompetenzen von Schülerinnen und Schülern zu fördern.“ 29

  • „Ziel auf der Ebene des Systems Schule ist es, die Beteiligten bei der systematischen Implementierung des Programms zur Verbesserung der Unterrichtsqualität in das Schulprogramm als ein abgestimmtes, kooperatives Handeln der Lehrkräfte im Unterricht und in der Schule zu unterstützen und die Steuerungskompetenzen der Beteiligten zu erweitern.“ 30

Diese Fortbildung bindet das gesamte Kollegium, bestehend aus Fachteams, Steuergruppe und Schulleitung, ein. Durch das gemeinsame Lernen und Erarbeiten wird die Gemeinschaft gestärkt und das bewusste Handeln für die Schule gefördert.

28 Niedersächsisches Konzept zur Verbesserung der Unterrichtsqualität.
29
Ebenda.
30 Ebenda.

 

Derzeit entwickeln wir im Rahmen dieser Fortbildung unser schuleigenes Curriculum. Wir überarbeiten die bereits vorhandenen Arbeitspläne der Fächer und erstellen ein Methodenkonzept. Aufbauend auf einer Sammlung von Schülermethoden, die wir unseren Schülern im Verlauf ihrer Grundschulzeit vermitteln, haben wir nun die für uns verbindlichen Methoden festgelegt, für welche Trainingsspiralen konzipiert werden. Das Umsetzen der Trainings-sowie der Lernspiralen geschieht im Unterricht klassen-und fächerübergreifend, sodass die Verbesserung der Unterrichtsqualität für alle Schüler greifen kann.

Anders als die anderen vorliegenden Konzepte wird dieses Konzept erstmalig nach Abschluss dieser Fortbildung, und nicht bereits im folgenden Schuljahr, evaluiert.

3.12 Konzept zur Verteilung der Haushaltsmittel
(Beschluss der Gesamtkonferenz vom 14.3.2007) Die vom Schulträger Stadt Schortens budgetierten Haushaltsmittel sind auf folgende Haushaltsstellen aufgeteilt:

Haushaltsstelle

Bezeichnung

5200

Unterhaltung u. Beschaffung von Gegenständen

5700

Beschaffung von Lehr- und Lernmitteln

5720

Kosten für Schulveranstaltungen

5730

Kosten des Schwimmunterrichts

6500

Bürobedarf

6510

Bücher, Zeitschriften

6520

Postgebühren

6521

Fernsprechgebühren

6530

Bekanntmachungskosten

Die Beträge der einzelnen Haushaltsstellen sind von der Stadt vorgegeben und werden für jedes Jahr neu festgelegt. Alle Haushaltsstellen sind untereinander deckungsfähig.

Die Haushaltsstellen „Beschaffung von Lehr-und Lernmitteln“, Schulveranstaltungen“ und „Erwerb von beweglichem Vermögen“ werden nach den Beschlüssen der Gesamtkonferenz ausgegeben.

Die Haushaltsmittel zur Beschaffung von Lehr-und Lernmitteln können auch von Fachkonferenzen bzw. bis zu einem Betrag von 50 € von der Fachkonferenzleiterin bzw. dem Fachkonferenzleiter ausgegeben werden.

Der Gesamtbetrag der Haushaltsstelle „Beschaffung von Lehr-und Lernmitteln“ teilt sich auf die Fächer wie folgt auf:

Vom zur Verfügung stehenden Betrag werden für den Schulkindergarten, die Betreuungsgruppen, den Computerunterricht, den Anfangsunterricht und für Verbrauchsmaterial für Kunst, Textil u. Werken jedes Jahr neu zu bestimmende Festbeträge vorab abgezogen.

Der verbleibende Restbetrag wird auf die Fächer wie folgt aufgeteilt:

Deutsch 15 % Mathe 15 % Sachunterricht 15 % Sport 15 % Sonstiges 15 % Musik 5 % Religion 5 % Englisch 5 % Kunst/Textil/Werken zus. 10 %

Aus der Haushaltsstelle „Schulveranstaltungen“ erhält der Schulkindergarten einen jedes Jahr neu festzulegenden Anteil.

Außerdem werden folgende Fahrten aus der Haushaltsstelle „Schulveranstaltungen“ bezahlt:

  • Klassen 1 und 2: Eine Fahrt ins RUZ

  • Klassen 3 : Stadtrundfahrt

  • Klassen 2 – 4 : Bus zu den Bundesjugendspielen, Bus für Teilnehmer an außerschulischen Turnieren etc.

Bezuschusst werden folgende Fahrten:

  • Klassen 3 : Fahrt ins Schulmuseum Bohlenbergerfeld

  • Klassen 4 : Zuschuss von 5 € pro Kind und Tag für mehrtägige Klassenfahrten, Küstenfahrt

Weitere Anträge müssen gesondert gestellt werden.

Falls noch ein Restetat vorhanden ist, wird dieser für das Weihnachtstheater verwendet.


4 Impressum

An der Entwicklung des Schulprogramms in seiner aktuellen Fassung waren beteiligt:

Frau Ahlschwede, Herr Becker, Frau Behrens, Herr Binder, Frau Deeken-Grässel, Frau Hartwig, Frau Pannbacker, Frau Raptis, Herr Schramm, Frau Tzschucke Des Weiteren wurden die Vorschläge der Eltern und die der Kinder mit eingebunden.

Von der Gesamtkonferenz der VGS Schortens wurde in einer Sitzung am 9. September 2009 dieses Schulprogramm beschlossen und verabschiedet.